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Capune-Kitka nimmt Abschied von Ddorf

Capune-Kitka nimmt Abschied von Ddorf

Kreis Düren. Die deutliche Verkleinerung des NRW-Landtages mit der Wahl am 22. Mai 2005 bedeutet für Brigitte Capune-Kitka das Aus als FDP-Landtagsabgeordnete.

Die 51-jährige Dürenerin kandidierte am Wochenende beim FDP-Landesparteitag in Krefeld nicht um einen Platz auf der Reserveliste ihrer Partei; damit scheidet sie in einem halben Jahr nach nur einer Legislaturperiode aus dem Landtag aus.

„Ich bin nicht verraten oder verkauft worden. Es gab eine interne Verabredung, dass ich mich nicht um Absicherung über die Liste bemühe”, berichtet die ehemalige Lehrerin der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Düren.

„Als klar war, dass der FDP-Bezirk Aachen - der kleinste unserer neun Bezirke in NRW -100-prozentig nicht drei Kandidaten über die Reserveliste würde absichern können, habe ich verzichtet”, erläutert Capune-Kitka.

Während der Euskirchener Dr. Ingo Wolf als Spitzenkandidat auf Platz 1 gewählt wurde, unterlag der Erkelenzer Landtagsabgeordnete Felix Becker am Wochenende gegen einen Kölner Konkurrenten, als es um den Listenplatz 16 ging.

Somit ist der Bezirk Aachen nur mit einem Politiker auf der FDP-Reserveliste vertreten. „Ich habe Becker den Vortritt gelassen, weil er den wichtigen Bereich der Agrarpolitik hätte abdecken können”, verweist die Dürenerin auf Parteiinteressen. Dass nun vier der ersten 16 Listenplätze von Frauen besetzt werden, sieht die Vorsitzende der Liberalen Frauen in NRW mit Genugtuung.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Landesparlament, das nominell von 201 auf 181 Sitze schrumpft, will sich Brigitte Capune-Kitka verstärkt auf die Arbeit im Dürener Stadtrat konzentrieren. Vorher werde sie aber noch kräftig Wahlkampf machen, um zum erhofften Regierungswechsel in Düsseldorf beizutragen. Über ihre beruflichen Pläne schweigt sie sich aus. „Da gibt es verschiedene Optionen.”

Für Sybille Haußmann wird es dagegen richtig spannend. Die Grüne, die im nördlichen Wahlkreis kandidiert, steht erneut auf Listenplatz 19. „Ein aussichtsreicher Platz”, sagt sie, räumt jedoch ein, „dass auch noch etwas schief gehen kann”.

Vor fünf Jahren profitierte Haußmann vom Mandatsverzicht der beiden grünen Minister Bärbel Höhn und Michael Vesper. Zwar habe der Städtebauminister bereits angekündigt, wieder auf sein Mandat zu verzichten, wenn die Partei es wünsche, „doch dafür muss er ja erst einmal Minister sein”, weiß die Dürenerin, wofür sie in den nächsten Monaten kämpfen muss.

Haußmanns Kalkulation: Knapp zehn Prozent der Stimmen müssen die Grünen bekommen, damit sie ihren Arbeitsplatz in Düsseldorf behält.