1. Lokales
  2. Düren

Düren: „Cappella Villa Duria” prägt seit zehn Jahren Musikszene mit

Düren : „Cappella Villa Duria” prägt seit zehn Jahren Musikszene mit

Aus dem kulturellen Leben der Kreisstadt und deren Umfeld ist sie nicht mehr weg zu denken: Die „Cappella Villa Duria” feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. Das Jubiläumskonzert steigt am 2. September um 18 Uhr im Haus der Stadt.

Hinter den Kulissen wird derzeit heftig um das Thema Kulturförderung gerungen. „Nach einer Vorlaufzeit stand das volle Programm mit acht wiederkehrenden Konzertmodellen im Jahre 1997. Dies wird als unser Gründungsjahr betrachtet”, erklärt Johannes Esser, Leiter der „Cappella” und Chef des Musik- und Veranstaltungsmanagements der Stadt.

Seither hat die „Cappella” nicht nur regionale Musikgeschichte geschrieben, sondern auch überregional Beachtung gefunden: „Zu den Höhepunkten zählen sicher das Bachjahr 2000, die Aufführung des Braunfels-Te-Deums in Zusammenarbeit mit WDR 3 zwei Jahre später und das Projekt Oper macht Schule mit dem Stiftischen Gymnasium”, listet Dr. Gisela Hagenau, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule, Höhepunkte der letzten zehn Jahre auf.

Beim Jubiläumskonzert dürfen sich die Musikfreunde auf Ungewöhnliches freuen: Zunächst erklingt ein Violinkonzert des Zeitgenossen Alexander Arutiunian mit Solistin Susanna Gregorian. Danach folgt im Kontrast hierzu die sehr humorvolle Kantate „Der zufriedengestellte Autobus” des ehemaligen Wiener Domorganisten Peter Planyavesky, bei der der Kammerchor der „Cappella” in Aktion tritt.

Die erfolgsverwöhnte „Cappella” wird derzeit allerdings von Geldsorgen geplagt. „Durch die Mittelkürzung der Stadt um 20 Prozent, von denen am Ende vielleicht nur 80 Prozent, das sind 24000 Euro, ausgezahlt werden, kommen wir nicht über die Runden”, erklärt Dr. Hagenau. „Private Gelder müssen also akquiriert werden.”

Das sei zeitraubend, weil lange Gespräche geführt werden müssen. Zur Vereinfachung hat die „Cappella” eine „Bewerbungsmappe” mit Presseberichten aus den letzten zehn Jahren erstellt.

Es gehe nicht nur um Events, vielmehr gelte es, „die musikalisch-kulturelle Grundversorgung auch weiterhin zu sichern”, stimmen beide Gesprächspartner überein. Dr. Hagenau: „Es rechnet sich, in Kultur zu investieren.” Dies steigere den Bekanntheitsgrad und das Image eines Unternehmens. Jetzt wartet sie auf den Tag, an dem eine Firma von sich aus an die „Cappella” herantritt.

Übrigens: Am 6. Mai geht der „Cappella”-Kammerchor „auf Sendung” mit einer WDR-4-Musik-Liveschaltung von 9.05 bis 11 Uhr aus Schloss Burgau.