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Drove: Bund plant den Verkauf der Heide

Drove : Bund plant den Verkauf der Heide

Die Bundesrepublik will sich in Zeiten knapper Kassen auch von schwer verkäuflichen Immobilien trennen, zum Beispiel von der Drover Heide.

Sie liegt wesentlich auf Vettweißer Gemeindegebiet. Das zuständige Bundesvermögensamt in Köln bestätigte am Montag gegenüber der DZ Verkaufsabsichten.

Das seit Jahrzehnten als Truppenübungsplatz benutzte Gelände zwischen Drove, Vettweiß und Kreuzau wird Ende 2005 aus der Verwaltung der belgischen Militärs entlassen. Zeitgleich ziehen sich die Soldaten von Burg Vogelsang zurück. Damit gehen die Liegenschaften in Eigentum und Verfügungsgewalt des Bundes zurück.

Ähnlich wie auf dem für die Öffentlichkeit gesperrten Truppenübungsplatz in der Eifel ist auf der Drover Heide ein Refugium für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen entstanden. Weite Teile stehen unter Naturschutz und stehen vor der Ausweisung als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat). Das macht den Verkauf nicht einfacher.

Der Vorsteher des Bundesvermögensamtes Köln, Hans Jürgen Berns, sagte, man werde sich erst nach Abzug der belgischen Militärs konkret um den Verkauf des zirka 600 Hektar großen Geländes bemühen. Er persönlich sei jedoch nicht sicher, ob der beträchtliche Aufwand in einem realistischen Verhältnis zum möglichen Ergebnis stehen werde.

Konkret: Das Angebot zum Kauf eines Naturschutzgebietes, das auf nicht absehbare Zeit zahlreichen Nutzungsbeschränkungen unterliegt, dürfte kaum Interessenten in Scharen anlocken.