Düren: Bürgerstiftung: Große Bedeutung für die Stadt

Düren: Bürgerstiftung: Große Bedeutung für die Stadt

60 Stifter, Mentoren und Tutoren waren der Einladung von Vorstand und Stiftungsrat der Bürgerstiftung Düren zu einem informativen Treffen im Café des Leopold-Hoesch-Museums gefolgt, um sich über die Vielfalt der Projekte der Bürgerstiftung zu informieren und sich über Aufgaben und Aktivitäten auszutauschen.

Horst Weyer, Vorsitzender des Stiftungsrates, begrüßte die Anwesenden und erläuterte die Entstehung der Bürgerstiftung im Jahre 2003 und ihre finanzielle Entwicklung. Vorstandsvorsitzende Dr. Gisela Hagenau betonte die Notwendigkeit bürgerschaftlichen Engagements in der heutigen Gesellschaft. Die Bürgerstiftung Düren habe mit ihren zahlreichen Projekten eine große Bedeutung für das schulische und kulturelle Leben in der Region gewonnen.

Musikalisch begrüßt wurden die Gäste vom Duo Ina Hagenau (Gesang) und David Mirche (Gitarre), das später auch die Gespräche der Gäste stimmungsvoll mit Chansons untermalte. Der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung, Erbrechtsanwalt Gerd Spiess, gab einen humorvollen und interessanten Einblick in aktuelle Probleme des Erbrechts unter dem Titel „Das Vermächtnis, die vernachlässigte Alternative im Testament“. Augenzwinkernd wies er dabei auch auf eine mögliche Erbgestaltung zugunsten gemeinnütziger Stiftungen hin.

Peter-Josef Dohmen berichtete über den Erfolg des seit 2007 laufenden Mentoring-Projekts, bei dem Lehrer an 16 Grundschulen leseschwache Schüler unterstützen. 50 Lesepaten sind daran beteiligt. Der Bedarf ist groß, weitere Grundschulen sind sehr an einer Teilnahme interessiert. Die Stiftung sucht daher noch mehr ehrenamtliche Mentoren, die in ihre Aufgaben eingeführt werden sollen.

Hans-Werner Hüsken, der Singleiter des „Sing-Pause“-Projekts, gab einen Einblick in seine Vermittlung musikalischer Grundfähigkeiten in den dritten Klassen an zur Zeit drei Grundschulen. Hören und Singen in Verbindung mit Gesten und Bewegung bereite nicht nur Kindern, sondern auch Lehrern Freude. Es stärke Gemeinschaftsgefühl und Toleranz sowie vor allem die Motivation und Leistungsfähigkeit der Schüler.

Dass Physik Spaß macht, zeigte der Leiter des Projekts „Was, wieso, warum“, Professor Dr. Kurt Schroeder, am Beispiel des Versuchs „Schwebende Postkarte“. Das Projekt, das er zusammen mit Diplom-Ingenieur Winand Hanelt leitet, weckt die Neugierde der Drittklässler an mechanischen und physikalischen Zusammenhängen und kann dank einer wachsenden Zahl von Tutoren im kommenden Schuljahr auf vier Grundschulklassen ausgedehnt werden. Es sind weitere Helfer willkommen.

Die Stiftung ist dringend auf weitere Spenden angewiesen, um ihre verschiedenen Projekte fortführen und möglichst noch ausbauen zu können (Konto bei der Commerzbank Düren, IBAN-Kennung: DE 03 3708 0040 0104 0224 02.