Merzenich: Bürgermeister Peter Harzheim lobt die Merzenicher Feuerwehr

Merzenich : Bürgermeister Peter Harzheim lobt die Merzenicher Feuerwehr

Die Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Merzenich werden wohl häufiger. Nicht nur Merzenichs Bürgermeister Peter Harzheim, sondern auch Patrick Harzheim, der als Gemeindebrandinspektor die Wehrleute führt, prognostizierten auf der Jahreshauptversammlung steigende Alarmierungen.

Seit das neue Teilstück der BAB 4 im September vorigen Jahres in Betrieb genommen wurde, umfasst die Zuständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr den Streckenabschnitt von den Anschlussstellen Düren bis Elsdorf.

Auf die neuen Aufgaben hatten sich die Wehrleute mit umfangreichen Fortbildungen vorbereitet und auch schon die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren, Rettungsdienst und THW geprobt. „Eine beeindruckende Übung“ empfand der Bürgermeister als „Chef“ der Feuerwehr, der von einer „schlagkräftigen Truppe“ sprach, die hoch motiviert, bestens ausgebildet und ausgerüstet sei und „im Höchstmaß für die Sicherheit der Bürger“ sorge. Mit stolzem Blick auf die im Bürgerhaus versammelten Feuerwehrleute war er überzeugt, dass sich bei Fragen der Sicherheit im Gemeindegebiet die Bürger „beruhigt zurücklehnen können“.

Die Löschgruppen im Gemeindegebiet bezeichnete er ebenso wie Kreisbrandmeister Peter Herkenrath als einen „Beweis für gelebte Kameradschaft und Einsatzbereitschaft“. Zu Beginn seiner Grußworte ließ der Kreisbrandmeister den Zweifel einiger Revue passieren, die der Merzenicher Wehr es nicht zugetraut hatten, „das Wagnis Autobahn“ zu übernehmen. Bisher wären die Stimmen verstummt.

Im Grundsätzlichen setzte er sich mit der Arbeit der Freiwilligen auseinander und sah ein, dass man personell an die Grenzen gekommen sei. Änderungen wären notwendig, in verschiedenen Gremien würden über strukturelle Entlastungen und neue Ausbildungskonzepte nachgedacht. Seine Worte endeten mit einem Adieu. Seine Amtszeit endet im April, und er sprach sich dafür aus, Karl-Heinz Eismar aus Kreuzau seinem Nachfolger zu wählen.

Zu über 100 Einsatzorten mussten die Löschzüge im vergangenen Jahr ausrücken, zählte Patrick Harzheim in seinem Rechenschaftsbericht auf. Darunter fielen Löscharbeiten ebenso wie technische Hilfeleistungen. Und ein Einsatz war allen im Gedächtnis haften geblieben: der Absturz eines Ultraleichtfliegers, bei dem es nur „Blechschaden“ gab. „Auf Trab gehalten in Wald und Flur“ hätten auch die Aktivisten gegen den Tagebau die Wehr. Besonders erfreut war der Brandinspektor, dass die Aus- und Fortbildungs-Lehrgänge von den Mitgliedern wahrgenommen würden und somit die hohe Einsatzbereitschaft und die Fähigkeiten zustande kämen.

Die Versammlung war aber auch ein Abend der Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen. Die Ehrenzeichen in Silber und eine Urkunde der Landesregierung NRW erhielten für 25-jährige Mitgliedschaft Johann Büttgen, Jörg Freialdenhoven, H.D. Moritz und Bürgermeister Peter Harzheim. Für Lars Knust war der Abend besonders: Er wurde zunächst für zwei Jahre zum kommissarischen stellvertretenden Leiter der Feuerwehr ernannt.

Schon zuvor war er zum Brandinspektor befördert worden. Dominik Ahrens, Sebastian Böttcher und Marcus Beusch dürfen sich nun Unterbrandmeister , Marcel Förster, Markus Wirtz, Daniel Gräsel Brandmeister und Carsten Michalski Hauptbrandmeister nennen. In die Ehrenabteilung wurde Johann Büttgen übernommen. Um die Jugend kümmert sich in Merzenich Rainer Lüssem und in Morschenich Jens Hildebrandt. Auf ein besonderes Ereignis hoffen die 89 Aktiven, die 29 Jugendlichen und die 19 Männer in der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Merzenich, dass endlich der TLF 4000 geliefert wird.

(han)
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