Düren/Berlin: Bürgermeister Larue: „Wir werden umgehend Förderanträge stellen“

Düren/Berlin: Bürgermeister Larue: „Wir werden umgehend Förderanträge stellen“

Zufrieden mit den Ergebnissen des Diesel-Gipfels bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich am Montag Dürens Bürgermeister Paul Larue, der als einer von 30 Bürgermeistern aus ganz Deutschland an dem Treffen in Berlin teilgenommen hat.

Larue: „Die Bundeskanzlerin hat versprochen, die Gelder für die Kommunen weiter aufzustocken.“ Mit diesen Mitteln sollen beispielsweise die kommunalen Flotten modernisiert und die Infrastruktur für die Elektromobilität ausgebaut werden. „Unser Ziel ist es, die Gesundheit der Bürger zu schützen und gleichzeitig Diesel-Fahrverbote zu verhindern“, erklärte Larue, der darauf verwies, dass die Kommunen in der aktuellen Diskussion oftmals als Sündenbock herhalten müssten. Larue: „Wir sind nicht die Verursacher.

Wir bauen keine Autos, wir legen keine Grenzwerte fest und wir entscheiden auch nicht über Klagen. Dennoch müssen wir mit der Problematik umgehen.“ Larue ist überzeugt davon, dass im Fall Düren, wo die Grenzwerte beim Stickstoffdioxid-Ausstoß seit Jahren nicht eingehalten werden, kein Fahrverbot droht, weil mit der Freigabe der Umgehungsstraße die Grenzwerte dann eingehalten werden könnten.

Unabhängig davon will er die in Aussicht gestellten Förderangebote von Land und Bund nutzen. Zum Beispiel im Bereich des Dürener Service Betriebes. So könnte die Flotte der Müllfahrzeuge erneuert werden. Schwieriger werde es allerdings beim ÖPNV. Larue: „Anders als in Aachen haben wir darauf keinen direkten Zugriff. Da müssen wir eng mit dem Kreis Düren zusammenarbeiten.“

Larue geht davon aus, dass es Ende Oktober ein weiteres Treffen im Kanzleramt geben wird, bei dem konkretere Maßnahmen verabredet werden sollen. „Wir werden von entsprechenden Förderanträgen dann umgehend Gebrauch machen“, verspricht Larue, der spätestens in diesem Zusammenhang auch die Autoindustrie gefordert sieht — wenn es zum Beispiel um elektrisch betriebene Busse gehe, gebe es derzeit große Lieferengpässe. Auch ein Problem, das schlimmstenfalls wieder an den Kommunen hängen bleibt.

(bugi)
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