Blens/Hausen: Breitband-Internet: Aus der Eifel ganz schnell in die weite Welt

Blens/Hausen: Breitband-Internet: Aus der Eifel ganz schnell in die weite Welt

In der Eifel gibt es noch sogenannte „Täler der Ahnungslosen“, wie sie die Eifeler etwas salopp bezeichnen. In diesen Ecken funktioniert weder Handy noch Internet problemlos. Die moderne Welt hat dort noch nicht Fuß gefasst. Nicht mehr so in Hausen und Blens: In den vergangenen Monaten wurden Leitungen gelegt, die nun für ein schnelles Internet sorgen.

Jetzt wurde das Ergebnis während einer Pressekonferenz und einer Bürgerinformation vorgestellt. 270 Haushalte profitieren von der Datenautobahn.

Das neue Netz ist so leistungsstark, so dass es möglich ist, gleichzeitig zu telefonieren, zu surfen und TV zu schauen. Es wird auch bequemer, Musik im Internet zu hören, Videos zu schauen oder Dateien hochzuladen. Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) sagte dazu: „Die Ortsteile Blens und Hausen gehören jetzt mit zu den schnellsten Internet-Orten der Region.“ Anja Oppermann, Regio-Managerin der Deutschen Telekom, fügte hinzu: „Hohes Tempo im Internet ist ein Standortvorteil — für jede einzelne Immobilie.“

Doch auch ein Privatmann sorgte dafür, dass das Projekt zufriedenstellend über die Bühne ging. Wilfried von Abercron, Inhaber der Burg Blens und Verpächter von Land, investierte 2000 Euro. Er zog an einem Teilstück einen Graben, in den das Internetkabel verlegt wurde. Zunächst war geplant, an betreffender Stelle das Kabel an Masten oberirdisch verlaufen zu lassen.

Abercron: „Das wäre kein schöner Anblick für Bewohner und Touristen gewesen. Zudem müssen große Geräte wie etwa Mähdrescher problemlos von einem Feld aufs andere wechseln können. Wenn die Leitungen, wie zuerst geplant, auch noch tief hängen würden, wäre das nicht möglich gewesen.“

(gkli)
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