Boden für DSDS Fernsehstudio aus Thomas Spahns Halle in Langerwehe

Unternehmen von Thomas Spahn : Der „DSDS“-Boden kommt aus Langerwehe

Die Halle in der Thomas Spahn in Langwerwehe seinen Betrieb leitet, sieht von Außen unscheinbar aus, doch dafür geht es drinnen umso spektakulärer zu. Der Unternehmer produziert hochwertige Spanplatten, die selbst im Fernsehen ihren Platz finden.

Der glänzende Boden im Fernsehstudio der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ kommt aus Langerwehe. Überhaupt arbeitet Thomas Spahn häufig im Bereich Messe- und Bühnenbau. Der Unternehmer, der mit seiner Familie in Straß lebt, handelt mit hochwertigen Spanplatten. Den Gag mit seinem Namen hat Spahn vermutlich schon Tausende Male gehört. Der 48-Jährige, der gelernter Tischler und Holzkaufmann ist, heißt nun mal genau so, wie die Produkte, die er vertreibt. Jedenfalls, wenn man von dem „h“ in seinem Namen einmal großzügig absieht.

Thomas Spahn betreibt in Langerwehe einen großen Betrieb für Holzwertstoffe. Sein Vater Reinhard hat den Betrieb 1991 gegründet, seit 2007 führt Thomas Spahn das Unternehmen. Reinhard Spahn startete mit einer kleinen Holzhandlung in Obergeich, später zog das Unternehmen ins Gewerbegebiet „Am Parir“ in Langerwehe, es entsteht darüber hinaus eine Filiale in Köln.

Seit diesem Jahr gibt es nur noch einen Firmensitz, nämlich den in Langerwehe. Dort hat Thomas Spahn tüchtig investiert und eine rund 4000 Quadratemeter große Halle gebaut. „Ich bin kein Freund davon, Zahlen zu veröffentlichen, aber wir sprechen hier durchaus von einer Investition im siebenstelligen Bereich.“ Im nächsten Jahr sollen darüber hinaus am neuen Firmensitz in Langerwehe noch ein Showroom und Büroräume entstehen.

Thomas Spahn an einem modernen Computer. Foto: ZVA/Sandra Kinkel

Bei Spahn kaufen keine Endverbraucher ein, sondern Tischler, Messebauer und eben Menschen, die im Bühnenbau unterwegs sind. „Wir liefern beispielsweise Hochglanzfußböden für Fernsehstudios“, sagt er. „Und wir haben den deutschlandweiten Vertrieb von ‚Richlite’, einem Material, das beispielsweise als Belag für Skaterrampen verwendet wird.“

Von außen sieht die große Halle in Langerwehe völlig unspektakulär aus, im Inneren verbirgt sich hochmoderne Technik. Rund 200 verschiedene Dekore haben Thomas Spahn und sein Team auf Lager. „Es ist unseren Kunden wichtig, dass wir ihre Aufträge möglichst schnell erfüllen.“ Rund 50 Prozent aller Aufträge werden innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert, 18,3 Prozent sogar am selben Tag. Das geht nur, weil Spahn über einen eigenen Fuhrpark mit zehn Lastwagen und eine moderne Lagertechnik verfügt.

Die Spanplatten sind nicht in Regalen gelagert, sondern auf dem Fußboden. Mit einer hochmodernen, computergesteuerten Maschine, die 180 Meter pro Minute (= rund 11 km/h) zurücklegen kann, werden die Platten in Windeseile umgelagert. „Das hat zwei große Vorteile“, erklärt Spahn. „Zum einen zerkratzen die Spanplatten nicht, weil sie nicht hin- und hergeschoben, sondern gehoben werden. Und zum anderen ist es uns gelungen, die Standzeiten für unsere Lkw von 45 auf 20 Minuten zu reduzieren.“ Darüber hinaus kann die Maschine rund um die Uhr arbeiten und kompliziertere Umlagerungen auch nachts durchführen.“

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