Birkesdorf: Birkesdorfer TV: Aufbruchstimmung hat Tristesse abgelöst

Birkesdorf: Birkesdorfer TV: Aufbruchstimmung hat Tristesse abgelöst

Eine Katastrophen-Saison liegt hinter dem Birkesdorfer TV — ohne einen einzigen Heimsieg stieg man aus der Oberliga in die Verbandsliga ab. Mit der jüngsten Vergangenheit hat man beim BTV allerdings abgeschlossen, den Abstieg laut Vorstand „gut überwunden“. An der Seitenlinie übernimmt Boris Lietz das Amt des Trainers.

Lietz — vor seinem sogenannten „Sabbatical“ bei Bayer Dormagen beschäftigt — soll nun die vielen jungen Spieler des BTV an die Verbandsliga heranführen, deren Saison am ersten September-Wochenende beginnt.

„Es ist eine komplett neue Mannschaft. Viele kamen aus der A-Jugend oder der 2. Mannschaft hoch, es gibt aber auch ein paar externe Neuzugänge. Nur vier Spieler aus dem alten Kader sind geblieben. Unser Ziel ist es, sich in der Liga einzuordnen und unseren Fans endlich wieder Heimsiege zu bescheren“, sehnt Abteilungsleiter Hans-Peter Pelzer doppelte Punktgewinne in der Birkesdorfer Sporthalle herbei.

Die externen Zugänge

Lukas Mengeler, Ulrich Holtmeier (beide Bad Münstereifel) und Kiril Risteski (GFC Düren 99) heißen die externen Zugänge. Geblieben sind nur Timo Wolff, Tobias Höschen, Yannick Töws und Marcel Stärk. Ein direkter Wiederaufstieg wird vom jungen Team (Durchschnittsalter 20 Jahre) nicht angepeilt, obgleich in diesem Jahr eine Verbandsreform dafür sorgt, dass die ersten sechs der Verbandsliga aufsteigen und es keinen einzigen Absteiger geben wird:

„Es wird eine Nordrheinliga installiert. Diese steht über der Oberliga und soll mit Teams aus der Oberliga Mittelrhein und der Oberliga Niederrhein aufgefüllt werden. Aus der Verbandsliga rücken gleich mehrere Mannschaften in die Oberliga nach. Für uns ist aber erst einmal wichtig, dass die Jungs nicht in die Gefahr kommen können, durchgereicht zu werden.“

Die Konzentration gilt also ganz der Entwicklung der Eigengewächse. Lietz kann sich über sein Spielermaterial jedenfalls nicht beklagen: „Alle sind mit Leidenschaft und Einsatz dabei. Wir haben das Trainingsvolumen von zwei auf drei Einheiten erhöht. Das erreichte Fitness-Level ist in einem so hohen Maße gegeben, dass wir uns in der Saison mit anderen Themen noch viel intensiver befassen können.“

Kein statisches Spiel

Wichtig ist Lietz, dass seine Spieler die Zuschauer wieder begeistern: „Unser Kader gibt einen statischen Handball gar nicht her. In einer offensiven Abwehr wollen wir die Bälle früh erwirtschaften, um dann schnell nach vorne zu spielen.“

Spannend zu beobachten wird mit Sicherheit auch, wie die jungen Handballer mit der auf ihren Schultern lastenden Verantwortung umgehen, denkt auch Geschäftsführer Rolf Klees: „18- oder 19-Jährige werden bereits Verantwortung übernehmen müssen. Wir möchten, dass die Jungs so zusammenbleiben und wir gemeinsam die Früchte harter Arbeit später ernten können. Nach dem Abstieg herrscht endlich wieder Aufbruchstimmung.“

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