Düren: Bildungsministerin Johanna Wanka besucht Trainings-Centrum

Düren: Bildungsministerin Johanna Wanka besucht Trainings-Centrum

„Die Qualität unserer dualen Ausbildung wird mittlerweile weltweit wahrgenommen“, zollte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) gestern den Auszubildenden, Ausbildern und Vertretern des Handwerks im Dürener Trainings-Centrum Kraftfahrzeugtechnik („Track“) der Handwerkskammer Aachen ihren Respekt.

Das Interesse am deutschen Weg der Ausbildung wachse — in Europa, aber auch in den USA. Damit die Qualität am Standort Düren auch in Zukunft hoch bleibt, überreichten die Ministerin und ihr Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel einen Förderbescheid des Ministeriums in Höhe von 106.000 Euro. „Das ist ein starkes und sehr persönliches Signal für den Standort“, bedankte sich Nicole Tomys, die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Aachen.

Die Fördermittel ermöglichen es, die Aus- und Weiterbildung im „Track“ zu verbessern. Das Trainings-Centrum verfügt über rund 140 Ausbildungsplätze. Für Fach- und Führungskräfte aus dem Kfz-Gewerbe werden dort Aufstiegsqualifizierungen zum Kraftfahrzeugtechnikermeister und Kraftfahrzeug-Service-Techniker angeboten. Zu verschiedenen Fachthemen gibt es Weiterbildungen.

Das Geld aus Berlin wird in technisches Zubehör zur Fahrzeugdiagnose, Spezialwerkzeuge sowie Prüf- und Messmaterialien investiert. Rund 235.000 Euro werden in die Verbesserung der „Track“-Ausstattung investiert. Das Land NRW ist mit 20 Prozent beteiligt, den Rest trägt die Handwerkskammer als Eigenanteil.

„Das ‚Track‘ bleibt damit eine der bundesweit bestaufgestellten Kfz-Bildungsstätten im Handwerk“, bilanzierte der Dürener Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel, der von einem „klaren Signal für die berufliche Bildung sprach“.

Johanna Wanka und Thomas Rachel unterstrichen, dass gerade angesichts des demografischen Wandels Ausbildung und Studium nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. Es müsse gelingen, jeden Menschen nach seinen Fähigkeiten zu qualifizieren und sicherzustellen, dass beispielsweise nach einer Ausbildung und mehreren Jahren Berufserfahrung auch ein Handwerker „ohne zusätzliche Hürden“ ein Studium aufnehmen kann.

Zudem müsse es gelingen, die Zahl der Abbrecher — sei es bereits in der Schule oder später bei Ausbildung und Studium — zu verringern und diesen Menschen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen.

Ein ganz klares Signal in Richtung Handwerk gab gestern Rachel: „In der EU-Kommission wird diskutiert, ob wir den Meister noch brauchen. Wir brauchen ihn. Der Meister gehört zur dualen Ausbildung und garantiert das hohe deutsche Qualitätsniveau.“

(sj)