Kreuzau: Besinnliche Töne kombiniert mit Funk und Reggae

Kreuzau: Besinnliche Töne kombiniert mit Funk und Reggae

Letztes Jahr feierten die „Echte Fründe“ mit ihrem Konzert „Kölsche Adventszick“ Premiere in proppevollen Kirchen rund um Düren. In diesem Jahr füllte das Weihnachtskonzert der Mundartband die komplette Festhalle in Kreuzau. In kürzester Zeit waren die fast 500 Karten vergriffen.

Vor vollbesetzten Stuhlreihen spielten die fünf Musiker ihr Adventsprogramm und rissen das Publikum mit. Ausgeruht auf dem Erfolg im letzten Jahr haben sich die Musiker aber keineswegs. „Über die Hälfte der Liedfolge ist neu erarbeitet“, verriet Sänger Reiner Mörkens, „wir proben schon seit Monaten.“

Das Resultat war ein weihnachtliches Programm, das neben Besinnlichem vor allem auch auf heitere Adventstöne setzte — die musikalische Richtung ging bis hin zu Funk und Reggae. „Vielfältig, weihnachtlich, kölsch“ könnte man das Konzept betiteln.

Denn alle Songs wurden selbstverständlich ganz im Stile der Band auf Mundart gesungen. Dabei bedienten sich die Musiker neben bekannten Hits der Gruppe Brings wie „Halleluja“ auch unbekannteren Liedern sowie kölschen Versionen amerikanischer Melodien. „Jedes Lied haben wir aber extra für dieses Konzert nochmals arrangiert“, betonte Mörkens. Neben den fünf Stammmusikern hatte sich die Band für diesen Abend mit drei Bläsern verstärkt.

Traditionelle Melodien

Für den Sprung aus den beschaulichen Kirchen in die große Festhalle holte sich die Band zudem die Unterstützung der Kreuzauer Karnevalisten vom „Ahle Schlupp“. Die KG übernahm die Organisation und Bewirtung.

Gemeinsam ließen die Band und die „Schluppe“ auch neben der Bühne im buchstäblichen Sinne die Sau raus. Für den Guten Zweck, die Aktion „Lichtblicke“, wanderte ein Sparschwein durch die Stuhlreihen. Die KG war auch auf der Bühne involviert. Das Bläserquintett „Stroßenblöser“ der „Schluppe“ gab die Vorgruppe zum Konzert. Spontan stieg das Publikum gesanglich zu den traditionellen Melodien der Bläser ein. „Wir freuen uns, das Konzert hier mit unseren Freunden, den ‚Echte Fründe‘ auf die Beine stellen zu dürfen“, strahlte auch „Schluppe“-Präsident Peter Kaptain.

Da selbst die Festhalle der großen Nachfrage nicht gerecht werden konnte, spielten die „Echte Fründe“ ihr Konzert am Sonntag nochmals in der Kirche ihrer Windener Heimat. Selbstverständlich waren auch diese 200 Karten wieder im Nu vergriffen.

(heb)
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