„Nicht groß, aber familienfreundlich“: Beschicker von Weihnachtsmarkt und -kirmes ziehen eine positive Bilanz

„Nicht groß, aber familienfreundlich“ : Beschicker von Weihnachtsmarkt und -kirmes ziehen eine positive Bilanz

Wenn Liesel Koschorreck (SPD), stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Düren und Vorsitzende des „Runden Tisches Weihnachtsmarkt“, ein Wort nennen muss, mit dem sich das weihnachtliche Treiben auf dem Kaiserplatz am besten beschreiben lässt, muss sie nicht lange überlegen: familienfreundlich.

„Unser Weihnachtsmarkt ist nicht groß, aber er ist sehr familienfreundlich“. Viele Kindergartengruppen und Schulklassen hätten den Weihnachtsmarkt in den vergangenen Wochen besucht. „Sie sind von unseren Beschickern sehr freundlich empfangen worden, durften Karussell fahren und haben sich mit einem Weihnachtslied bedankt. Das meine ich mit familienfreundlich.“

Der Weinachtsmarkt sei zudem für die Dürener in erster Linie ein Treffpunkt. „Die Bürger unserer Stadt sind sehr gesellig. Das merkt man im Sommer auf der Annakirmes. Das merkt man aber eben auch auf dem Weihnachtsmarkt.“ Darüber hinaus habe sich die gute Kooperation von Beschickern, Verwaltung, Einzelhandel und Politik mehr als bewährt. „Es ist ein Gesamtkozept für ein weihnachtliches Düren entstanden“, sagt Koschorreck. „Das tut unserer Stadt gut.“

City-Manager Michael Linn ergänzt: „Seien es der Adventsmarkt rund um die Annakirche am dritten Adventswochenende, die deutlich verschönerte Weihnachtskirmes oder die Weihnachsbeleuchtung – Düren muss sich in der Vorweihnachtszeit wirklich nicht verstecken. Das Ambiente stimmt. Ich denke, dass wir beispielsweise sagen können, dass Düren im Umfeld die modernste Weihnachtsbeleuchtung hat.“

Auch die Beschicker von Weihnachtsmarkt und -kirmes scheinen – zumindest bisher – mit den beiden Veranstaltungen zufrieden. Der Weihnachtsmarkt am Kaiserplatz hat noch bis Sonntag, 30. Dezember, geöffnet, die Kirmes am Wirteltorplatz schließt einen Tag früher. „Bundesweit hat sich der Trend entwickelt, dass Weihnachtsmärkte immer mehr Volksfest-Charakter bekommen“, sagt Hans-Bert Cremer, Vorsitzender des Dürener Schaustellerverbandes. „Diese Entwicklung ist auch in Düren spürbar.“ Die Schausteller, ergänzt Cremer, seien mit dem Weihnachtsmarkt- und -kirmesgeschäft durchaus zufrieden. „Das Wetter war gut, die Zahl der Besucher auch. Wir können nicht klagen.“

Gleichwohl blicken die Beschicker mit leichter Sorge ins nächste Jahr, wenn der Markt aufgrund der Sanierung des Kaiserplatzes vor das Leopold-Hoesch-Museum verlegt wird. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um die Menschen dorthin zu bekommen“, sagt Beschicker Gerd Suhr. „Laufkundschaft haben wir am Museum weniger. Dafür aber natürlich eine grandiose Kulisse. Das kann auch sehr schön werden.“

Auch für das Jahr 2020, wenn der Weihnachtsmarkt wieder zurück auf den Kaiserplatz zieht, laufen schon die Vorbereitungen. Koschorreck: „Wir werden nach der Umgestaltung weniger Platz für den Weihnachtsmarkt haben. Deswegen gibt es bereits heute erste Überlegungen, ob und wie der gesamte Kaiserplatz, also auch der Bereich unter den Platanen, zum Weihnachtsmarkt werden kann.“