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Düren: „Beim Thema Stadthalle überrascht uns nichts mehr”

Düren : „Beim Thema Stadthalle überrascht uns nichts mehr”

Nach den Informationen über juristische Schwierigkeiten des Stadthallen-Projektentwicklers Hermann Josef Schneider üben die Dürener Grünen massive Kritik an der Stadtspitze. „Es ist ein Wahnsinn, was in diesem Rathaus möglich ist”, sagte Fraktionsvize Bruno Voß am Mittwoch der DZ.

Offenbar habe sich niemand über den Projektentwickler infomiert, bevor der Umbau der Halle zum Hotel auf den Weg gebracht wurde.

Wie berichtet, hat ein ehemaliger Geschäftspartner in der vergangenen Woche Bürgermeister Paul Larue, Baudezernent Hans Wabbel und die politischen Fraktionen darüber informiert, dass Schneiders Unternehmen AS Finanz & Development GmbH nach einem Wohnanlagen-Projekt in Mecklenburg-Vorpommern Prozesse wegen nicht vollständig bezahlter Rechnungen verloren hatte.

Der Objektvermittler und Handwerker hatten geklagt. In diesem Zusammenhang habe es auch eine Haftanordnung zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung gegeben, heißt es in dem Schreiben an Politik und Verwaltung.

Dies bestätigte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten der DZ. „Solche Informationen hätte die Stadt vorlegen sollen, bevor im Rat über das Projekt abgestimmt wird”, sagt Bruno Voß. „Es ist doch eigentlich selbstverständlich, dass man sich über Erfolge oder Misserfolge eines möglichen Geschäftspartners im Vorfeld schlau macht. Aber in Sachen Stadthalle überrascht uns eigentlich nichts mehr.”

Nach dem Scheitern des „Alpenmax”-Projektes in der ehemaligen Stadthalle und der Abkehr von den Jobcenter-Plänen für das sanierungsbedürftige Gebäude fordern die Grünen nun umfassende Informationen über die Hintergründe. In der nächsten Ratssitzung erwarten sie Antworten auf einen Fragenkatalog, den sie zu Beginn der Woche an den Bürgermeister geschickt haben.