Düren: Bei den Dürener Landesligisten läuft alles nach Plan

Düren : Bei den Dürener Landesligisten läuft alles nach Plan

Der FC Niederau grüßt von der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga, die Sportfreunde Düren liegen punktgleich auf Rang 2. Und Germania Burgwart/Bergstein-Brandenberg rangiert nach dem zweiten Sieg nur einen Zähler dahinter in Schlagdistanz. Die drei hiesigen Landesligisten dürfen derzeit zufrieden sein.

FC Niederau: Die ersten Punktverluste der noch recht jungen Saison haben für den FC Niederau null Auswirkungen gehabt — im Gegenteil: Das 1:1 gegen den BC Kohlscheid brachte das Team von Bernd Virnich an die Tabellenspitze der Landesliga, und das obwohl die Mannschaft in der Vorbereitung massive Probleme bei den Testspielen gegen unterklassige Teams hatte. Beim Bruderkampf mit Kohlscheids Trainer Thomas Virnich ging es sehr entspannt zu, da man diese Situation bereits einige Male hatte und es immer eine faire und sportliche Auseinandersetzung gab. „Wir waren mit Kohlscheid auf Augenhöhe und haben uns wie in jeder Partie bislang das notwendige Quäntchen Glück erarbeitet, um solch eine Begegnung nicht zu verlieren“, war Bernd Virnich zufrieden mit dem Spiel seiner Jungs.

Natürlich haben die Niederauer in der Offensive an Effektivität und Gefährlichkeit eingebüßt durch die vielen hochkarätigen Abgänge, wodurch einige verheißungsvolle Angriffe allzu früh verpuffen. „In diesem Bewusstsein haben wir auch den Hauptaugenmerk auf eine kompakte Defensive gelegt und die funktioniert beileibe gut“, ist der FCN-Coach damit einverstanden. Die Elf ist gefestigt, denn gegen den KBC steckte man einen sehr frühen Rückstand locker weg und spielte ihr Pensum sauber runter und schaffte mit Fleiß das gerechte Remis.

Sportfreunde Düren: Die Sportfreunde bewegen sich derzeit, anders als noch vor einem Jahr, in ganz ungewohnten Gefilden der Landesliga. Und dass sich zwei Dürener Vereine die Tabellenspitze quasi aufteilen mit sieben Punkten, ist ein zusätzliches Novum. Dennoch war SFD Coach Maik Wengorz am Sonntag kurz nach der Partie zunächst einmal verärgert, weil es der Mannschaft nicht gelungen ist, gegen eine schwache Teverner Mannschaft einen Zwei-Tore-Vorsprung zu verteidigen. Nachdem man bereits gegen Gerderath dieses Manko feststellen musste, wenngleich man da am Ende noch einmal die Kurve gekriegt und den Siegtreffer geschafft hatte, verfiel das Team aus dem Dürener Osten gegen Teveren erneut in dieses Muster. „Wir spielen in solchen Situationen nicht Ergebnis gerecht genug.

Statt den Ball dann langsamer zu machen und ihn in den eigenen Reihen zu halten, machen wir ihn schnell, wollen direkt zu viel und geben dadurch viele Bälle leichtfertig ab“, sieht Maik Wengorz hier Nachholbedarf. Zudem ließen sich seine Kicker zu tief zurück fallen und warteten auf die langen Bälle anstatt vorne früher anzugreifen und das Spiel des Gegners zu unterbinden. „Vielleicht werde ich demnächst statt eines weiteren Sechsers einmal einen zweiten Stürmer bringen, der in der Lage ist, vorne den Ball zu halten dann auch mal einem Gegner den Todesstoß zu versetzen“, klang dies vom SFD-Trainer als leichte Eigenkritik an.

Germania Burgwart/Bergstein-Brandenberg: Die Germania mit sechs Punkten im Soll und auf einem guten Platz im oberen Drittel. Trainer Markus Hambach war mit seinen Jungs entsprechend der Schwere der Aufgabe sehr zufrieden nach dem knappen Sieg gegen Aufsteiger Frechen 20, die saisonübergreifend 28 Spiele ohne Niederlage geblieben waren. „Wenn man dies in Betracht zieht, können wir sehr zufrieden sein. Nach einer eher schwachen ersten Halbzeit, in der wir verdient mit 0:1 zurücklagen, haben wir uns nach der Pause auf unsere Kompaktheit besonnen und mit viel Laufarbeit und guter Ballzirkulation die Gäste vor größere Probleme gestellt als in der ersten Halbzeit. Am Ende war der 2:1-Sieg wirklich verdient“, war Hambach froh über die Steigerung in Halbzeit 2. Dass direkt nach Wiederanpfiff durch den Japaner Suzuki der Ausgleich fiel, tat sein Übriges dazu, nun mit breiter Brust aufzutreten und eine viel bessere Halbzeit zu präsentieren. Die Saison darf so weitergehen.

(hpj)