Düren: BC Düren mit mehr Qual als Lust

Düren : BC Düren mit mehr Qual als Lust

Ein mühsamer 4:2-Erfolg über den TSV Neuhausen-Nymphenburg und eine Zitterpartie beim 3:3 gegen den PSTV Rosenheim: Der letzte Doppelspieltag zum Abschluss der Badminton-Bundesligasaison war für den BC Düren eher Qual als Lust.

Vor allem gegen den TSV, der bereits als Absteiger feststand, lieferten die Dürener ihr schlechtestes Saisonspiel ab. Carl Baxter bescherte seinem Gegenüber Tobias Wadenka das Glücksgefühl, wenigstens einmal ein Einzel in der Liga zu gewinnen. Das Mixed Koen Ridder/Ilse Vaessen wurde zu einem Festival der Netzroller. Und erst, als den Gästen die Puste ausging, setzte sich der BC im dritten Satz durch.

Keine Probleme hatte das Damendoppel Soraya de Visch Eijbergen/Ilse Vaessen, die ihre Gegnerinnen deklassierten, während beim Herrendoppel Ridder/Maas das Gäste-Duo stark aufspielte und erst nach drei Sätzen das Nachsehen hatte. Allerdings schleppte sich Jelle Maas mit einer Knieverletzung herum und gab als Ersatzmann im zweiten Herreneinzel nach dem ersten Satz auf. Souverän war dagegen der Auftritt von Soraya de Visch Eijbergen, die ihr Einzel klar gewann.

Im Spiel gegen den PSTV Rosenheim waren die ersten Begegnungen an Spannung zur Freude der vielen Zuschauer kaum zu überbieten. Jelle Maas/Koen Ridder brauchten drei Sätze (22:24, 23:21, 21:14), um Matthias Almer/Peter Käsbauer zu bezwingen. Im Damendoppel mit Soraya de Visch Eijbergen/Ilse Vaessen ging es hin und her. Den ersten Satz entschieden die Dürenerinnen mit 22:20 für sich und lagen im zweiten schon 2:10 zurück, um nach einer famosen Aufholjagd noch 21:14 zu gewinnen.

Stark präsentierte sich Soraya de Visch Eijbergen im Einzel (21:21, 21:8), während in den Herren-Einzeln sowohl Carl Baxter (13:21, 19:21) als auch Ersatzmann Koen Ridder (9:21, 14:21) keine Chance hatten. Ebenso wie das Mixed Maas/Vaessen, das gegen das internationale Spitzenduo Isabel Hertrich/Peter Käsbauer beim 10:21, 8:21 eine Lehrstunde erhielt.

Rolf Pütz, Vorsitzender des BC Düren, war mit dem Saisonverlauf 14/15 „unter den Gegebenheiten“ zufrieden. Der Club hatte im dritten Jahr seiner Bundesligazugehörigkeit erstmals mit Verletzungen und Krankheiten seiner Akteure zu kämpfen. Diese Umstände kosteten so manchen Punkt. Pech spielte auch eine Rolle: Fünf Spiele verlor der BC unglücklich mit 2:4. „Wir haben ein bundesligataugliches Team, auch wenn unsere Top-Stars oft genug wegen Turnier- und Verbandsverpflichtungen fehlten“, zog Pütz ein positives Fazit.

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