Frenz: Bauernhof gegen Baugebiet in Frenz: Ende des Streits ist in Sicht

Frenz : Bauernhof gegen Baugebiet in Frenz: Ende des Streits ist in Sicht

Lösung in Sicht für den Konflikt Bauernhof gegen Baugebiet in Inden-Frenz? Bürgermeister Jörn Langefeld hatte schon vor der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses angedeutet, dass der zwei Jahre alte Streit zwischen den Eigentümern eines Bauernhofs bei Frenz, der sogenannten Frenzer Mühle oder Schälmühle, und der Gemeinde bald gelöst werden könnte.

Das hat der Ausschussvorsitzende Elmar Gasper (CDU) jetzt im Anschluss an den nicht öffentlichen Teil der Sitzung bestätigt. „Wir haben uns mehrheitlich für eine kleine Lösung entschieden“, berichtete Gasper. Das bedeutet, dass das auf dem Frenzer Sportplatz vorgesehene Baugebiet kleiner wird als ursprünglich von der Gemeinde angepeilt. Zunächst entstehen auf der Fläche 16 statt der geplanten rund 30 Grundstücke. So kann das Baugebiet mit einem größeren Abstand zum Bauernhof geplant werden. Bauernhof und Baugebiet kommen sich in puncto Lärm- und Geruchsbelästigung nicht ins Gehege.

Der Grund für das Anfreunden mit der kleineren Lösung sei die Aussage der Bezirksregierung, dass diese Variante derzeit eher genehmigungsfähig sei. „Wir haben die Verwaltung beauftragt, in die Planung des Baugebiets einzutreten“, sagte Gasper.

Für den Dauer-Streit könnte das ein Auflösen in Wohlgefallen bedeuten. Denn die Besitzer der Frenzer Mühle können ihr Vorhaben, den landwirtschaftlichen Betrieb auszuweiten, jetzt auch umsetzen. Das Grundstück der Mühle wird wieder aus dem Bebauungsplan herausgenommen, die Veränderungssperre, die die Gemeinde über das Grundstück gelegt hat, wird damit hinfällig. Das dürfte auch für den Streit vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gelten, vor dem die Mühlen-Besitzer gegen die Sperre geklagt haben.

„Ich möchte ausdrücklich betonen, dass es immer das Ziel von Politik und Verwaltung war, hier eine einvernehmliche Lösung zu finden“, sagte Gasper. „Die Sache hat jetzt vermutlich länger gedauert, als sich das die Besitzer der Mühle gewünscht haben. Und in der Kommunikation auf beiden Seiten ist vermutlich einiges nicht glücklich gelaufen“, erklärte Gasper weiter und spielte dabei auf den öffentlich geführten Streit an.

Zu berücksichtigen sei, dass Politik und Verwaltung das Wohl der Gemeinde im Blick haben müssen. Und eines der größten Anliegen in Inden sei derzeit das Finden von Baugebieten. „Da kann es schon mal sein, dass das Gemeindewohl im Gegensatz zu einem Einzelinteresse steht.“

(jan)
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