Niederau: Ballett im Rittersaal zum 30-jährigen Bestehen

Niederau: Ballett im Rittersaal zum 30-jährigen Bestehen

„Was wir hier heute gesehen haben, war auch für mich ein Abenteuer, etwas Neues“, gesteht Claudia Imdahl. Vor mehr als 30 Jahren eröffnete die gebürtige Dürenerin ein Ballett-Studio in ihrer Heimatstadt.

Seitdem gab es zahlreiche Aufführungen auf großen Bühnen mit vielen Tänzern, unvergessen auch die Zusammenarbeit mit dem russischen Nationalballett. Am Sonntag arbeitete die Tanzlehrerin im Rittersaal auf Schloss Burgau erstmals auf kleiner Bühne mit nur einer Hand voll Nachwuchstänzern.

In elf Stücken tanzten die Ballerinen Cornelia Braun, Annika Große-Frintrop, Julia Mertens und Louisa Wagner sowie Ballerino Sander Conrads ein komplettes Gala-Programm mit dem Namen „Zauber des klassischen Balletts“.

Mit einer Hommage an Chopin, der Aufforderung zum Tanz von Carl Maria von Weber sowie klassischen Tanzvariationen und einem Finale aus Tschaikowsky, Bolero und Gigue zeigten die Tänzer die unterschiedlichsten Facetten des Tanzes. Neben einer tollen Inszenierung machte der Abend auch wegen der prächtigen Kostümgestaltung viel her.

„Diese Aufführung hat auch etwas Zukunftweisendes“, verrät Claudia Imdahl. Nach 30 Jahren zieht sie sich aus der Nachwuchsförderung zurück und wird dafür demnächst zusätzlich in die Arbeit mit Tanzbegeisterten ab 50 Jahren einsteigen. Auch Yoga wird künftig im Programm ihres Studios stehen. „Ich danke meinen fünf Tänzern von Herzen“, strahlt die Trainerin, „es kommt nicht oft vor, dass man von Kind an über zehn Jahre mit den gleichen Menschen arbeitet.“

Nur so sei ein solcher Abend möglich: „Ein schöneres Geschenk hättet ihr mir zum 30. Geburtstag nicht machen können“, sagt Claudia Imdahl.

(heb)