Düren: B264: Die Ersatzbrücke für Gürzenich kann kommen

Düren: B264: Die Ersatzbrücke für Gürzenich kann kommen

Die frohe Botschaft kann Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßen NRW in fünf Worten verkünden: „Wir haben jetzt die Privatgrundstücke.“ Meyer ist Projektleiter für den geplanten Neubau der Eisenbahnbrücke in Gürzenich. Die Brücke der B264 muss in den kommenden Jahren erneuert werden. Das größte Problem der Planer: Ohne eine Behelfsbrücke würde nicht nur in Gürzenich ein Verkehrschaos ausbrechen.

Über Jahre hinweg waren die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern gescheitert, ein langwieriges Enteignungsverfahren hätte das Projekt unnötig verzögert, zumal die Grundstücke nur zeitlich begrenzt für die Ersatzbrücke benötigt wurden.

Die Alternative: Der Verkehr sollte innerstädtisch umgeleitet werden. Für die Stadt Düren war das allerdings nicht akzeptabel. Behördenleiter Gerhard Decker schaltete sich persönlich in die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern ein und konnte im Ende April erste Erfolge vermelden. Man habe entsprechende Ersatzflächen gefunden, bestätigte er. Damit war die innerstädtische Umleitung vom Tisch. „Die entsprechenden Verträge sind jetzt unterschrieben.

Die Grundstücke werden uns für die Dauer der Bauarbeiten zur Verfügung gestellt“, bestätigte Arnd Meyer jetzt auf Anfrage unserer Zeitung. Mit einem Baubeginn in 2017 — wie es noch Anfang des Jahres geplant war — rechnet Meyer allerdings derzeit nicht.

Da es sich um eine Brücke für eine Bundesstraße handelt, müssen die Planungen mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt werden. Das hat Änderungen an der Planung vorgenommen, die nun angepasst werden müssen. Parallel dazu muss der Landesbetrieb den Zeitplan der Arbeiten mit der Deutschen Bahn abstimmen. Das gilt insbesondere für die Abrissarbeiten.

Ähnlich wie beim Abriss der Bahnbrücke in der Schoellerstraße dürften die Arbeiten des Nachts stattfinden, dafür muss der Zugverkehr zwischen Köln und Aachen umgeleitet werden. Das erfordert eine langfristige Planung. Meyer geht deshalb davon aus, dass die Arbeiten in 2018 starten werden. Die Gelder für den Brückenneubau sind immerhin seit 2014 bewilligt. Zeitdruck besteht allerdings nicht: Bis spätestens 2024 muss die Umsetzung erfolgt sein.

(bugi)