Niederau: Autobiografische Erzählung: Von Vertreibung und Erinnerungen

Niederau: Autobiografische Erzählung: Von Vertreibung und Erinnerungen

Bürgermeister Paul Larue freute sich sichtlich über den Besuch Ulrike Draesners auf Schloss Burgau. „Sie hat hervorragende Auszeichnungen erhalten. Ihr Besuch ist eine Auszeichnung für Düren“, sagte er. Draesner brachte ihren aktuellen Roman über „Flucht und Vertreibung, deutsch-polnisch“ mit. „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ ist der Titel.

Erzählt wird eine autobiografisch grundierte, generationsübergreifende Geschichte von Vertreibung, Erinnerungen und der Frage, wie die traumatischen Erfahrungen der Eltern auf ihre Kinder übergehen. Und wie denen zumute ist, die emigrieren und ankommen, aber als Heimat das Exil behalten.

Larue betonte: „Seit Sommer 2015 ist uns wieder bewusst, was es bedeutet, seine Heimat zu verlieren — es ist eines der schlimmsten Dinge, die einem Menschen passieren können.“ An Draesner selbst gewandt fügte Dürens erster Bürger an: „Düren bietet Autoren etwas Besonderes. Als Papierstadt gibt es hier Arbeitsmaterialien in Hülle und Fülle.“

Nach der Lesung aus ihrem Roman „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ berichtete Draesner von ihrer CD „Happy Aging“, auf der sie ihre Wechseljahre Revue passieren lässt. Zudem gab es noch eine Premiere: Sie las erstmals aus ihrer neuen Novelle „Kanalschwimmer“ vor. Es geht um die ganz wenigen Top-Athleten, die jedes Jahr die 64 Kilometer des Ärmelkanals durchschwimmen, inmitten von Luxuslinern, Frachtern und Fähren.

(kte)
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