Niederau: Ausstellung stellt Hommage an Schloss Burgau dar

Niederau: Ausstellung stellt Hommage an Schloss Burgau dar

Die Motive auf den klein-, mittel- und großformatigen Gemälden im Seminarraum von Schloss Burgau sind übersichtlich. Pferde auf der Koppel eines Reiterhofs, ein Stillleben als augenscheinlichste Zeichen dafür, dass Veronika Gerz das Ruhige und Meditative liebt.

Mit sehr viel Engagement scheinen drei Gemälde gestaltet, die die vierzehnjährige Enkelin der Malerin, Victoria, im privaten Umfeld zeigen. Nicht zu übersehen ist aber die Hommage an Schloss Burgau, von allen möglichen Seiten gemalt, mal im Frühjahr, mal im Sommer, im Herbst und — mit Schnee gezuckert — im Winter.

Bürgermeister Paul Larue, der die Gäste und die Künstlerin, assistiert von Pit Goertz, dem künstlerischen Leiter von Schloss Burgau, zur Vernissage begrüßte, bedankte sich bei der Malerin aus Tallin, der Hauptstadt Estlands, für diese Wertschätzung des architektonischen Kleinods, das er als geborener Niederauer schon von Kindesbeinen an kennt.

„Die Stadt Düren begrüßt es außerordentlich“, sagte Larue, „wenn Menschen auch von weit her sich in ihren Mauern niederlassen und sie mit ihrem Können und Tun bereichern.“ Larue bedankte sich bei Gerz besonders dafür, dass sie — und das schon länger als zwei Jahrzehnte — Dürener Kinder und Jugendliche in die Welt der Farben und Formen einführe.

Veronika Gerz, die in Petersburg, damals noch Leningrad, Malerei studierte, arbeitet impressionistisch. Unverkennbar sind große Maler, die in der Provence gewirkt haben, ihre Vorbilder. Mit Pinsel und Öl auf Leinwand schafft sie jedoch Eigenes, erkennbar als Gemälde der „Marke Gerz“. Tritt der Betrachter näher an das Bild heran, erkennt er die Technik der Künstlerin. Sie arbeitet — auch bei Großformaten — mit kleinen Pinseln, tupft und punktet. Das Ergebnis sind ruhige Bilder, die zur Besinnlichkeit einladen und die Schönheit von Natur und Kultur vermitteln.

„Malen ist für mich Leben“, bekennt Veronika Gerz, „es ist mein Weg, das Leben zu bewältigen.“ Dabei sei dieses Tun beileibe kein Spaß, sondern harte Arbeit. Zwölf Stunden und mehr steht sie an der Staffelei und arbeitet, ohne Essen und Trinken. Sie habe keine Ruhe, bis das Bild fertig sei. Der Erfolg zeige sich am nächsten Morgen auf der Waage: abgenommen.

Die Ausstellung dauert bis zum 28. Dezember. Sie ist geöffnet mittwochs, donnerstags und samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.