Düren: Ausstellung: Jede Medaille erzählt eine eigene Geschichte

Düren: Ausstellung: Jede Medaille erzählt eine eigene Geschichte

Es begann mehr oder weniger mit einem Zufall. Als Ferdinand Dahl nach 30 Jahren in der Weltraumforschung in den Ruhestand ging, hatte er zwar manche Medaille mit Bezug zu seiner Heimatstadt Düren gesehen, aber nicht unbedingt systematisch gesammelt.

Dies sollte sich ändern, als das Interesse und die Leidenschaft geweckt wurden. „Seit 2003 trage ich die Medaillen, Plaketten, Pins und Jetons zusammen“, berichtete der in St. Augustin lebende Dürener bei der Eröffnung der Ausstellung „Medaillen der Nachkriegszeit“ im Bürgerbüro. Nur ein kleiner Teil der Sammlung ist in Düren zu sehen (Infokasten).

Unterstützung erhielt er von Franz-Josef Scheuer, Doris Wahlen und dem Stadt- und Kreisarchiv, die ebenfalls Medaillen zur Verfügung stellten. 170 Exponate aus Stadt und Kreis Düren liegen alphabetisch nach Kommunen geordnet in den Vitrinen. Kleine Texte erklären die Stücke.

„Die Numismatik bietet viele Anhaltspunkte, Ereignisse der Vergangenheit beschreiben zu können“, dankte Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) Ferdinand Dahl für dessen Bereitschaft, die Medaillen in Düren auszustellen. Beginnend mit der Nachkriegszeit würden die Exponate so manche Geschichte erzählen.

„Da gibt es nicht nur für Dürener vieles zu entdecken“, ist Larue überzeugt. Und wer das Glück hat, sich mit Ferdinand Dahl austauschen zu können, wird so manche Geschichte hören können, wie der Sammler zu den Medaillen kam.

(sj)
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