Düren: Ausstellung in Schloss Burgau zeigt Kunstwerke rund um das Thema Papier

Düren: Ausstellung in Schloss Burgau zeigt Kunstwerke rund um das Thema Papier

Düren ist eine Papierstadt und zeigt das auch im Rahmen der Kunst. 17 Künstler stellen bis Sonntag, 12. November, ihre Arbeiten rund um das „Geheimnis Papier“ auf Schloss Burgau aus. „Die große Ausstellung honoriert das vorstehende Papierjahr 2018.

Nicht nur die Neugestaltung des Papiermuseums, sondern auch solche Ausstellungen machen die DNA Dürens aus“, sagte der Bürgermeister der Stadt Düren, Paul Larue, in seiner Eröffnungsrede. „Papier ist nicht nur ein wichtiges Wunder der Zeit, sondern auch ein faszinierender Werkstoff, mit dem die Künstler auf verschiedene Art und Weise arbeiten“, meinte er.

Kuratorin Ulli Böhmelmann vertrat den leitenden Künstler Pit Goertz und hielt eine Rede, die nicht nur ihre Arbeit, sondern auch die der restlichen Künstler vorstellte. Sie betonte die große Bedeutung der Natur für die Werke der Künstler.

Das Künstlerduo Ingela Dierick und Rolf Lock beschäftigt sich beispielsweise mit der japanischen Lyrikform des Haikus, einer Dichtung, und stellt mit diesen Weisheiten und literarischen Ausschnitten kleine Kostbarkeiten aus. Odine Lang zeigt eine Lindenblüte, die in vergrößerter und detaillierter Form die Schönheit der Natur repräsentieren soll.

Dazu nutzte sie freischwebend wirkende Papierformen. Setsuko Fukushima arbeitet mit Sprache und Bildern und arbeitet sehr zukunftsorientiert. Hans-Dieter Ahlert hingegen stellt Assemblagen her, für die er Holzplatten mit Kartonagen auf eine spezielle Weise zusammenfügt und architektonisch arbeitet. Silvia Maria Spieß will die Besucher mit ihren Kokons, die länglichen Leucht-Objekte, die sich dem Aufbau von Pflanzen und somit den Ursprung des Papieres widmet, verzaubern.

Auch Traudel Stahls arbeitet mit Naturmaterialien, die sie aus handgeschöpftem Papier herstellt. Sie kombiniert diese mit dem Element Luft. Renate Fischer kombiniert das Papier mit Farbelementen. Angela Mainz legt ihren Fokus auf die Flecht-Technik. Eva Juras setzt sich mit Wortspielen zur Presse-Freiheit oder zum Buch-Druck auseinander. Sarah Schiffer arbeitet mit sogenannten Scherenschnitt-Techniken; Andrea Buhmann beschäftigt sich mit Visualisierungen von Wesen aus Papier. Ingrid Golz kombiniert Tiefdruckgrafiken mit handgeschöpften Papieren. Anja Matzerath und Sabine Jacobs widmen sich Objekten der räumlichen Zeichnung. Ulli Boehmelmann vermischt mit Papier Aspekte des Vertrauten und Fremden. Die Ausstellung involviert viele Aspekte des Ursprungs und der Zukunft miteinander und lädt Kunstinteressierte dazu ein, sich auf eine Reise durch die Zeit zu begeben.

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