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Merzenich: Ausstellung gegen das Vergessen im Rathaus

Merzenich : Ausstellung gegen das Vergessen im Rathaus

„Gegen das Vergessen des Strafgefangenenlagers am Vorbahnhof“: Die Gemeinde Merzenich stellt in Zusammenarbeit mit Josefine Pütz und Ulrich Titz zu diesem Thema Berichte und Exponate im Sitzungssaal des Rathauses aus.

„Die Zeit wird schnelllebiger, wir müssen auch das Unangenehme aus der Vergangenheit in Erinnerung behalten“, betonte Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) bei der Eröffnung. „Nach dem ich den Friedhof in Simmerath besucht hatte, war ich sehr beeindruckt von der historischen Seite. Dort liegen auch Russen, die im Arbeitslager am Vorbahnhof waren.“

Ludger Bentlage, DGB- Vorsitzender des Kreises Düren, betonte auch die Wichtigkeit des Gedenksteins an der L264: „Wir müssen diesen Stein wieder ins Bewusstsein rufen und den Menschen mit Würde gedenken.“ Und weiter: „Das Arbeitslager in Merzenich wurde vor 73 Jahren befreit. Über 1500 Tote wurden umgebettet. Wir sollten Solidarität und Demokratie wieder in den Vordergrund rücken und den Rassismus verdrängen.“

Polnische, russische und französische Zwangsarbeiter starben unter grausamen Umständen. Am 13. März findet um 18 Uhr eine Infoveranstaltung mit Zeitzeugin Josefine Pütz statt. Sozialwissenschafts- und Politikkurse verschiedener Schulen wollen auf Initiative des Bürgermeisters Exkursionen zur Ausstellung machen.

(mie)