Froitzheim-Frangenheim: Außergewöhnliche Hobbys sind ein Dorn im Auge

Froitzheim-Frangenheim: Außergewöhnliche Hobbys sind ein Dorn im Auge

Traditionell feierte die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Froitzheim-Frangenheim wieder ihr Patronatsfest, das im Jahr 2011 zur Gründung der Theaterfreunde Froitzheim geführt hatte.

Nach der positiven Resonanz auf die Aufführung im vergangenen Jahr gab es auch jetzt ein von Sabrina Rheindorf und Raimund Gerling neu geschriebenes Theaterstück zu sehen. Der Einladung des Brudermeisters Gerling waren circa 100 Leute gefolgt, um sich den langersehnten Zweiakter „Schmitz-einander oder himmlische Helfer“ nicht entgehen zu lassen.

„Wie mag es wohl sein, wenn in einem Mietshaus alle Bewohner Schmitz heißen?“, diese Frage stellten sich die Autoren und produzierten aus der Idee ein kerniges Stück mit rheinischem Charme. „Auch dieses Jahr hatten wir während der neunmonatigen Probenarbeit jede Menge Spaß, aber wir haben auch fleißig geübt. Als wir das Improvisieren, Sprechen und Atmen geprobt haben, konnten wir zum Glück auf die Theatererfahrung von Sabrina Rheindorf zurückblicken“, erzählte der Brudermeister ganz entspannt.

Im Mittelpunkt der Handlung standen die Mieter der vierte Etage des Hauses. Dort lebten das Ehepaar Henriette (Andrea Gerling) und Ottokar Schmitz (Hardy Keymer) sowie die allein stehende Billa Schmitz (Marianne Dick). Letztere litt unter den Streitigkeiten des Ehepaares. Außerdem war sie oft genervt von den Hobbys des Ottokar Schmitz: Puzzeln, schottische Tänze und Blasmusik.

Auch seiner Frau waren die außergewöhnlichen Hobbys ein Dorn im Auge. Irgendwann waren die Probleme im Haus so groß, dass sich bei den „Schmitzens“ das Gewissen in Form von Engel (Hanna Gerling) und Teufel (Franziska Theiß) meldete.

In vielen Szenen gelang es den Darstellern mühelos, ihr Publikum zum Lachen zu bringen. Der Zuschauer konnte spüren, dass die Darsteller mit ganzem Herzen bei der Sache waren. Immer wieder trat der himmlische Helfer Edmund Engel (Thilo Theiß) in der Not auf, wenn auch der dann entstandene Frieden nur von kurzer Dauer war. Am Ende wurde das Engagement der Laienschauspieler mit großem Beifall der Besucher belohnt.

(mh)
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