Nideggen: Aus Erinnerungen werden Ausstellungen

Nideggen: Aus Erinnerungen werden Ausstellungen

Es ist eine Ansammlung von Schönheit und Nostalgie, wie jedes Mal in den vergangenen 14 Jahren, in denen Doris und Franz-Josef Brandenburg die schon weit über den Kreis Düren hinaus bekannte Krippenausstellung in Nideggen organisieren.

Ältere Leute werden angeregt, aus ihrer Kinderzeit zu erzählen, als die Weihnachtskrippe in jedem Haushalt noch ein Muss war. Der Krippenbasar im Johanneshaus wurde auch in diesem Jahr wieder zum Erzählstübchen.

Mit dem Ehepaar Brandenburg stellten Jakob Schlömer, Bruno Kutscher, Werner Barth und Benno Hutmacher aus. Sie steuerten die Exemplare zur uneigennützigen Verfügung bei. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Krippen und dem Gewinn aus der Cafeteria kommt in diesem Jahr dem ambulanten Hospizdienst „Hortus Dialogus“ in Abenden zugute. Dessen Eigentümer, Maria und Friedrich Ostenrath, waren bei der Eröffnung der Ausstellung vor Ort.

Krippen aller Art und aller Größen konnten bewundert werden. Vorherrschend war Holz als Baumaterial. Aber auch Figuren aus Porzellan, Ton und Keramik hinterließen bei den Besuchern nachhaltigen Eindruck. Besonderes Aufsehen erregten die Origami-Figuren und jene aus großen Plastikflaschen oder Klopapierrollen sowie aus Kohle und Wachs.

Aus der Schweiz stammten gesichtslose Figuren aus Sackleinen, in Fachkreisen bekannt als „Rupfkrippenfiguren“. Eine Gipskrippe war sage und schreibe über ein Jahrhundert alt. Franz-Josef Brandenburg, der zu Hause noch weitere Krippen hat, machte vor Jahren schon, so erzählte er, seine Kindheitserinnerungen an die Familienkrippe in Monschau zu einem Hobby. Er sammelte so viele Krippen, dass sie sich im Hause Brandenburg auftürmten. Was tun? Sammeln, Ausstellen und Verkaufen waren die naheliegenden Antworten für den Kunst-Liebhaber.

(bel)
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