Kreis Düren: Aufregung bei den Leichtathleten über die Pläne des 1. FC Düren

Kreis Düren: Aufregung bei den Leichtathleten über die Pläne des 1. FC Düren

Bei den Leichtathleten haben die Pläne des neugegründeten 1. FC Düren für „ziemliche Aufregung“ gesorgt. Das geht aus einer Stellungnahme des Leichtathletikverbandes Nordrhein (LVN) Kreis Düren hervor.

Primär geht es darum, dass der Sportplatz des Kreises Düren an der Euskirchener Straße (Berufskolleg Kaufmännische Schulen) von den ambitionierten Fußballern ab Sommer 2018 mitgenutzt werden solle.

Daher fand auf Einladung des Kreises Düren Anfang November unter der Leitung von Landrat Wolfgang Spelthahn ein Erörterungstermin hinsichtlich der gemeinsamen Nutzung der Anlage statt. Neben dem Landrat waren anwesend Karl-Josef Mainz vom Kreis Düren, Alfred Bergrath für den Kreissportbund Düren, Helmut Jansen als Vorsitzender des Leichtathletik-Kreisverbandes Düren sowie Vertreter der Leichtathletikvereine und Abteilungen von Vereinen, die die Leichtathletik-Anlage nutzen.

Hintergrund: Die Kreisverwaltung wollte — wie Helmut Jansen (Vorsitzender LVN Kreis Düren) mitteilte — die Leichtathleten dazu bewegen, ihre bisherigen Trainingszeiten und Wochenendtermine dem 1. FC Düren zu überlassen.

Einhellige Ablehnung

Im Vorfeld waren die Leichtathleten nach den ersten Meldungen in dieser Sache „mehr als beunruhigt“, unterstrich Jansen. Denn im gesamten Kreis gebe es keine weitere Anlage, die „in irgendeiner Weise für ein allgemeines und disziplinspezifisches Training geeignet wäre“.

Daher sei die Absicht der Verwaltung auf einhellige Ablehnung gestoßen und habe bei den Leichtathleten „nicht nur Verwunderung, sondern sogar Empörung“ ausgelöst. Es entwickelte sich laut Jansen eine kontroverse und teils emotionale Diskussion, die in die Entscheidung mündete, die vorrangige Nutzung der Anlage von den Leichtathletikvereinen unverändert bestehen zu lassen.

Abgesehen von der Tatsache, dass keine adäquate Ausweichanlage zur Verfügung stehe, spreche nach Ansicht des Vorsitzenden auch die rege Nutzung der Leichtathleten dafür, an der Vereinbarung nichts zu ändern. Außerdem könnte der Rasenplatz nicht parallel von den Fußballern genutzt werden; lediglich für Spiele an Wochenenden könne dieser nach vorheriger Terminabsprache genutzt werden, zumal während der Haupt-Leichtathletiksaison im Sommer der Spielbetrieb der Fußballer weitgehend ruht.

Jansen: „Zwar wurde protokollarisch festgehalten, dass die Leichtathleten nur geringe Kooperationsbereitschaft gezeigt hätten, aber es blieb angesichts der fehlenden Anlagen keine andere Möglichkeit, als in dieser Sache hart zu bleiben.“

Jansen erklärte weiter, dass der Kreis die von den Leichtathleten angesprochenen Probleme auf der Anlage bereits behoben hat beziehungsweise in Kürze beheben wird. So hat der Kreis sämtliche Kunststoffflächen gereinigt, die defekten Lampen der Laufbahnbeleuchtung sollen zeitnah ersetzt werden, und der Kreis habe sich auch bereits um die erst neu beschaffte Hochsprungmatte gekümmert, die nicht in die Aluminium-Abdeckung passte.

(red)