Düren: Auch Pranger und Galgen fehlen nicht im Stadtzentrum

Düren: Auch Pranger und Galgen fehlen nicht im Stadtzentrum

Der Esel wird durch die Stadt getrieben und im Zentrum fehlt der Pranger nicht. Und auch nicht der Galgen. Düren, so wie es im 16. oder 17. Jahrhundert aussah, hat Josef Winthagen, im Ruhestand lebender Maschinenbaumeister aus Rölsdorf, auf einer Fläche von 150 mal 150 Zentimetern nachgebaut.

Ein historisches Modell, basierend auf dem bekannten Plan von Wenzel Hollar. In mehr als 1500 Arbeitsstunden entstanden aus Holz alle im Wenzel-Hollar-Plan enthaltenden Gebäude wie Rathaus und Annakirche, die Stadtmauer und die Tore und Türme. Einige Ruinen wie Spießenturm oder der Dicke Turm stehen noch heute.

Die Vorstellung des Modells im Rathaus zog nicht nur den Bürgermeister in den Bann. Stadtarchivar Helmut Krebs war ebenso interessierter Zaungast wie Bernd Hahne von der Geschichtswerkstatt. Er hat schon einen Platz im Stadtmuseum im Auge und ermunterte Josef Winthagen, weitere Modelle aus der baulichen Entwicklung Dürens zu fertigen. „Die 50er Jahre wären noch interessant”. Doch dazu wird es vorerst nicht kommen. Das Modell auf der Wenzel-Hollar-Vorlage wird zunächst unter Verschluss bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.