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Kreuzau: Aschenstreufeld und Rasenerdbestattung

Kreuzau : Aschenstreufeld und Rasenerdbestattung

Nur 30 Minuten dauerte die öffentliche Sitzung des Kreuzauer Gemeinderates.

Ein Grund: Im Hauptausschuss hatten sich die Sozialdemokraten in einigen Punkten der Stimme enthalten, weil sie die Themen noch nicht beraten hatten.

Am Dienstag kündigte ihr Sprecher Rolf Heidbüchel zur Freude der übrigen Kommunalpolitiker Zustimmung zu eben diesen Punkten an.

Demzufolge gab es meistens keine Diskussionen, sondern übernahmen die Ratsmitglieder die Empfehlungen des Hauptausschuses, über dessen Sitzung wir berichteten.

Deshalb die wichtigsten Beschlüsse des Rates in Kürze: Es bleibt beim in Kreuzau praktizierten System der Sperrmüllentsorgung, weil es sich bewährt hat.

Die Einsammlung des Altpapiers wird weiter durch die Vereine erfolgen, die schon tätig sind.

Ab dem 1. Januar beträgt die Grundgebühr bei der Abfallentsorgung 25,45 Euro, kostet einen Haushalt ein 60-Liter-Gefäß 100,63 Euro, ein 80-Liter-Gefäß 117,50 und ein 120-Liter-Gefäß 151,23 Euro.

Während beim Restmüll die Gebühr leicht ansteigt, sinkt sie beim Biomüll: Ein Haushalt bezahlt in Zukunft für ein 120-Liter-Gefäß nur noch 89,12 Euro, für ein 240-Liter-Gefäß 128,20 Euro.

Auf dem Friedhof im Zentralort sind jetzt Bestattungen auf einem so genannten Aschenstreufeld sowie auch Rasenerdbestattungen möglich.

Die Benutzung der Friedhofskapelle kostet nur noch 200 Euro, 30 Euro weniger. 800 Euro sind bei einem anonymen Urnengrab bzw. bei der Aschenverstreuung zu bezahlen, 1160 Euro bei der Rasenerdbestattung.

Die Serviceleistungen des Bauhofes werden reduziert: Vereine aus der Gemeinde müssen nun 30 Euro bezahlen, wenn der Bauhof ihnen Bühenteile liefert, beim Transport von Möbeln und Stellwänden sind 60 Euro pro Fahrt zu zahlen.

Müssen die Mitarbeiter der Bauhofes auf- und abbauen, wird der Zeitaufwand in Rechnung gestellt: 25 Euro pro Stunde pro Mitarbeiter, zehn Euro je Fahrzeug. Keine Gebühr entsteht den Vereinen, wenn sie alles selber erledigen.

Auf Anregung der CDU-Fraktion werden die Stellwände im Schulzentrum untergebracht, weil Hauptschule, Realschule und Gymnasium sie oft benutzen.

Sieben Gruppierungen in der Gemeinde Kreuzau erhalten knapp 2800 Euro aus dem NRW-Projekt zur Förderung kommunaler Projekte der Entwicklungsarbeit.

Schließlich beauftragte der Rat die Verwaltung, mit den Vereinen in Boich, Thum, Stockheim, Drove, Kreuzau und Winden Gespräche über die Übernahme der Sport- und Vereinsheime aufzunehmen.