Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Düren legt Tätigkeitsbericht vor

Zahngesundheitspflege : 46.000 Zahnbürsten an Kinder im Kreis Düren verteilt

Es sind beeindruckende Zahlen, die Waldemar Radtke als Vorsitzender des Arbeitskreises für Zahngesundheit im Kreis Düren präsentieren kann.

In ihm sind die im Kreis Düren ansässigen gesetzlichen Krankenkassen, die Zahnärzte und das Kreisgesundheitsamt zusammengeschlossen, um die regelmäßige vorbeugende Zahngesundheitspflege der Kinder bis zum zwölften Lebensjahr durchzuführen.

Dies geschieht vorzugsweise in Kitas und Grundschulen. Angesichts einer hochentwickelten und flächendeckenden Gesundheitsversorgung in Deutschland könnte man annehmen, diese Untersuchungen seinen kaum mehr notwendig und das Thema wäre möglicherweise zeitlich überholt. Aber: „Weit gefehlt – dem ist nicht so“, sagt Waldemar Radtke. Die Zahnkaries (Zahnfäule) sei in unserem Land weiterhin ein großes Thema. „Die regelmäßige Zahn- und Mundpflege sowie eine (zahn-)gesunde Ernährung sind wichtige Themen, die wir den Kindern in den Kitas und Grundschulen näherbringen müssen“, erklärt Radtke.

Ein Blick auf die Untersuchungsergebnisse des Arbeitskreises im Kreis Düren macht die unbedingte Notwendigkeit der Untersuchungen und der Prophylaxe-Arbeit deutlich. Von 6108 im Jahr 2018 untersuchten Kindern in Kitas, waren 982 Kinder behandlungsbedürftig. Dies entspricht 16 Prozent. An den Grundschulen mussten sogar 24 Prozent der Kinder zum Zahnarzt. Von 8667 Untersuchten, bedurften 2129 Kinder einer weiteren Behandlung. Allerdings sind die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig. Dies können als Erfolg der intensiven Arbeit des Arbeitskreises im Kreis Düren gewertet werden.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Vorbeugungsmaßnahmen im Kindesalter zu deutlichen Verbesserungen des Zahngesundheitszustandes führen. Zudem hat die Zahngesundheit Auswirkungen auf den Gesamt-Gesundheitszustand des menschlichen Körpers. Deshalb ist der Arbeitskreis unermüdlich im Einsatz. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise 46.000 Zahnbürsten und große Mengen von weiterem Informations- und Schulungsmaterial verteilt.

Ein wichtiger Baustein in dieser Arbeit ist die Mitarbeit und Unterstützung durch die niedergelassenen Zahnärzte. Insgesamt 42 Zahnärzte haben etwa 1300 Vorschulkinder in ihre Praxen eingeladen und dabei kindgerecht erklärt, was beim Zahnarzt passiert, welche Geräte zum Einsatz kommen und wie richtige Zahnpflege funktioniert. „Auf diese Weise soll unter anderem unnötige Angst vor einem Zahnarztbesuch abgebaut werden“, sagt Waldemar Radtke.

Der Arbeitskreis will auf der Basis dieser Erkenntnisse seine Arbeit auch in der Zukunft aktiv fortsetzen. Zudem wurde beschlossen, dass zukünftig auch neue Medien zur Ansprache der Kinder zum Einsatz kommen sollen. „Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Diese Entwicklung müssen wir auch bei der Zahnprophylaxe berücksichtigen“, sagt der Vorsitzende. Dabei müsse man aber sehr genau prüfen, welche Medien wirklich sinnvoll und geeignet sind.

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