Kreuzau: Arbeiten der Kunstschüler werden im Rathaus ausgestellt

Kreuzau: Arbeiten der Kunstschüler werden im Rathaus ausgestellt

Die Gemälde von vier Schülerinnen aus der Malschule Marie-Luise Klein in Soller strahlen in den nächsten Wochen im Foyer des Rathauses Kreuzau die Botschaften aus: Die Welt ist bunt, bleibt neugierig. Heike Jülich, Manuela Körner, Hedwig Weiß und Hilde Crefeld haben ihre Ausstellung mit „Kreative Vielfalt“ überschrieben.

Manuela Körner aus Drove malt seit elf Jahren. Ihre Gemälde auf Leinwand sind meist Mittel- und Großformate. Wie ihre Mitstreiterinnen experimentiert sie immer weiter. Mal ist es das kompliziert-langsame Öl, das den Bildern einen intensiven Glanz verleiht, mal das schnellere Acryl, bei dem der Nutzer darauf achten muss, dass es nicht zu schnell trocknet. Gerne setzt Manuela Körner auch die Spachteltechnik ein.

Einige Besucher stehen vor einem größeren Bild und fragen sich, wer nun im Erdkunde-Unterricht nicht aufgepasst hat. Manuela Körner hat probeweise die Kontinente verschoben, eine Erde durcheinander gebracht. Die Leute bleiben vor ihrem Kunstwerk stehen, schauen genau hin und überlegen.

Heike Jülichs Exponate sind alle mit Acryl auf Leinen gemalt. Zentrales Element bei ihr ist die Blume, in vielen Religionen ein Lebenssymbol. Großformatig thront ein Buddha an der Wand. „Ich träume meine Bilder“, erzählt Heike Jülich, „Nach einer Idee fange ich einfach an und sehe meine Bilder wachsen.“ Jülich liebt die Abstraktion, Linien, die den Betrachter verwirren oder zum Grübeln anregen. Eines ihrer Themen ist die Zeit. Neben dem „Rad der Zeit“ sind viele unterschiedlich große Zahnrädchen platziert. Beim Malen, so sagt sie, vergesse sie die Zeit.

Hedwig Weiß aus Kreuzau ist mit drei Jahren in der Kunstschule noch recht neu im Geschäft. Doch sie schlägt sich wacker, und ihre Produkte an der Wand brauchen sich keineswegs zu verstecken. Sie produziert Gemälde in Klein- und Mittelformaten, arbeitet wie ihre Kolleginnen mit Acryl und Öl. Auffallend bei ihr sind aufwendige Techniken, bei denen nicht nur der Pinsel geschwungen wird. Da sind Fluidtechnik und Schütteltechnik, deren Zufallsformen mit dem Kamm oder anderen Alltagsgegenständen gerichtet werden.

Die Letzte im Bunde ist Hildegard Crefeld. Auch sie ist mit Acryl und Öl unterwegs, wobei ihre Vorliebe für das Öl durchscheint, das Material, das man länger bearbeiten muss und als Dank dann intensiver leuchtet. Eine beeindruckende Wolkenkratzerlandschaft mit Straßenschlucht sucht die Aufmerksamkeit, mittig Menschen, anonym, ohne Gesichter, ein Bild aus dem Alltag einer Großstadt.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Bürgermeister Ingo Eßer. Manfred Crefeld steuerte mit seinem Saxophon zwei Lieder bei. Zu sehen sind die Gemälde bis zum 27. Oktober zu den Öffnungszeiten des Rathauses: montags bis freitags 8.30 bis 12 Uhr. Dienstags 13.30 bis 16 Uhr. Donnerstags 13.30 bis 17 Uhr.

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