Lendersdorf: Antoniuskapelle erstrahlt in neuem Glanz

Lendersdorf: Antoniuskapelle erstrahlt in neuem Glanz

„Ich freue mich, dass es so gelungen ist, sich für Kirche und den Glauben einzusetzen. Unsere Kapelle ist wieder ein richtiger Schmuckstein geworden. Ein Ort des Gebetes und des Glaubens zum Innehalten und Durchatmen”, sagte Pfarrer Hans Tings bei der Einsegnung der Antoniuskapelle in Lendersdorf.

„Ein Herzliches Dankeschön an alle Spender, die zum Gelingen beigetragen haben. Manches war kompliziert, nicht immer ging es rasant voran, doch niemals haben wir aufgegeben”, erinnerte er an die nicht immer einfache Bauzeit.

Gut zehn Jahre ist es her, dass Dr. Stefan Maurer im Kirchenvorstand von St. Michael die Frage in den Raum warf: „Was machen wir mit unserer kleinen Kapelle?” Mehr als 350 Jahre steht sie bereits mitten in Lendersdorf, diente als Station zur Fronleichnamsprozession und als Segensaltar. Doch der Zahn der Zeit nagte am Fundament, und sie drohte einzustürzen.

„Wenn wir damals nicht gehandelt hätten, wäre ein weiteres wichtiges Denkmal in Düren wohl zerfallen”, erinnert sich der Bezirksvorsitzender von Lendersdorf, Norbert Weber, an die ersten Gespräche zur Erhaltung der Antoniuskapelle. Bei den Sponsoren der ersten Stunde, Bert Feron von der der ortsansässigen Firma Aluminium Feron, und bei ctw-Geschäftsführer Gabor Szük und dem damaligen Chefarzt Dr. Wolfgang Spithaler vom Augustinus-Krankenhaus hat Norbert Weber ein offenes Ohr für das Vorhaben gefunden. Mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten wurde schnell klar, dass weitere Spenden benötigt wurden. Vor allem die Sanierung des Dachstuhls, mit dem Schieferdach in altdeutscher Deckung und den geschweiften Dachsparren, stellte den größten Brocken der Sanierungskosten dar.

Viele Spenden

Viele weitere Spenden aus Lendersdorf folgten, Baumaterial und Arbeitsleistungen von Handwerksfirmen wurden gestellt und trugen dazu bei, dass die Kapelle heute wieder im neuen Glanz erstrahlt. „Ich freue mich, dass die Pforte nun wieder auf ist und der Zugang zum Vater des abendländischen Mönchstum und Patron gegen ansteckende Krankheiten und der Tiere wieder möglich ist. Hier in der Lendersdorf ist der einzige Ort, der vom Heiligen Antonius erzählt”, bedankte sich Bürgermeister Paul Larue bei allen Helfern.

Musikalisch wurde die Einsegnung vom Männergesangsverein 1844 mit Frauenchor und dem Jugendblasorchester Lendersdorf begleitet.

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