Kreis Düren: Alte Handys nicht einfach so wegwerfen

Kreis Düren: Alte Handys nicht einfach so wegwerfen

Der „Bund für Umwel und Naturschutz“ (BUND) im Kreis Düren baut die Anzahl seiner Handy-Sammelstellen kontinuierlich aus. Allein im zweiten Quartal diesen Jahres wurden an den mittlerweile acht Sammelstellen im Kreis Düren 224 Alt-Handys abgegeben.

Neben dem Bürgerbüro am Markt, der Evangelischen Gemeinde und der Pfarre St. Lukas in Düren gibt es Sammelstellen in den Büros von Bündnis 90/Die Grünen in Düren und Jülich, im „Jülicher Feinkostladen“ und im Rathaus von Langerwehe gibt es seit einigen Tagen auch eine Sammelstelle in der Sparkassenfiliale der Töpfergemeinde.

Walter Jordans vom BUND: „Wir suchen weitere Standorte für Handy-Sammelstellen und Menschen, die diese Sammelstellen betreuen. Je dichter das Netz der Sammelstellen ist, desto effektiver ist es auch.“

Aktuell liegen mehr als 100 Millionen ungenutzte Handys in deutschen Haushalten in der Schublade, so eine repräsentative Studie des Branchenverbandes Bitkom. Jordans: „Jedes einzelne Gerät enthält wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer, die problemlos recycelt werden können.“

Wiederaufbereitete Rohstoffe, ergänzt der Umweltschützer, müssten nicht mehr unter umweltschädigenden Bedingungen abgebaut werden. „Dadurch werden Mensch und Natur geschützt.“ Ein weiteres Ziel sei, dem illegalen Export von Elektro-Schrott entgegenzuwirken und damit die gesundheitsschädigende Praxis des Abfackelns auf illegalen Deponien in Afrika zu unterbinden.

Alle Mobiltelefone, die in einer der Sammelstellen abgegeben werden, werden einem zertifizierten Recyclingbetrieb übergeben. Dort werden die Handys umweltschonend recycelt.

Jordans: „Aktuelle Modelle wie Smartphones werden nach einer vollständigen Datenlöschung innerhalb Europas weiterverwendet.“ Mit 50 Prozent des Erlöses aus den zurückgegebenen Handys werden Umweltprojekte des BUND unterstützt, der Rest wird für die Organisation der Rücknahme gebraucht.

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