Düren: Aktionstag zur Wiederbelebung: Erste Hilfe auf dem Marktplatz

Düren: Aktionstag zur Wiederbelebung: Erste Hilfe auf dem Marktplatz

„Das war ziemlich anstrengend“, beschreibt Angelika Kieven. „Und man muss wirklich kräftig drücken. Aber ich wollte unbedingt noch einmal ausprobieren, wie eine Wiederbelebung funktioniert. Damit habe ich mich zuletzt vor 40 Jahren beschäftigt.“ Angelika Kieven findet es sehr gut, dass die Dürener Krankenhäuser und Rettungsdienste gestern auf dem Markt „Werbung“ für die Reanimation gemacht haben.

Schließlich sei es wichtig, dass die Menschen wissen müssen, wie sie in Notfällen reagieren sollen. 100 Mal pro Minute muss der Brustkorb nach einem Herzstillstand kräftig nach unten gedrückt werden, damit das Blut den Körper weiter mit Sauerstoff versorgt.

170 Personen hatten das Angebot auf dem Markt allein bis zum Mittag genutzt. „Auch ganze Schulklassen waren hier und haben prima mitgemacht“, lobte Thorsten Weber von den Maltesern. Er hat auch Joachim Falkowski genau erklärt, wie die Reanimation funktioniert: Die Hände hat er der Testpuppe auf die Mitte des Brustkorbs gelegt, und den Brustkorb drückte er mit der gesamten Kraft seines Oberkörpers nach unten.

„Breche ich der Person nicht die Rippen?“, wollte Falkowski wissen. „Doch, das werden sie ganz bestimmt“, erklärte Thorsten Weber. „Das passiert häufig bei Reanimationen, aber dafür retten Sie ja auch ein Leben.“ Die Rippen würden schließlich wieder heilen. Das heißt: Auch wenn es knackt, unbedingt weitermachen.

„Wichtig ist, dass sie nicht aus den Armen heraus drücken, sondern die Kraft des Oberkörpers nutzen. Nur mit der Kraft der Arme kann man das nicht schaffen“, erklärte Dr. Detlef Struck, der Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Düren. Er rät Ersthelfern, im Notfall um Hilfe zu bitten.

„Dann können die Ersthelfer sich abwechseln.“ Der wichtigste Appell an die Passanten: „Leisten Sie Erste Hilfe, bei aller Technik, die wir danach einsetzen können: Auf diese ersten Minuten kommt es an.“

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