Birkesdorf: Akazienstraße: Autofahrer ignorieren Anwohnerparken

Birkesdorf: Akazienstraße: Autofahrer ignorieren Anwohnerparken

Helmut Stegh ist sauer. Einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe findet der Anwohner der Akazienstraße nur selten. Dabei sollte sich die seit Jahren angespannte Parksituation rund um das Marien-Hospital durch die Ausweitung der „Bewohnerparkzone L” eigentlich verbessern. „Hat sie sich aber nicht”, klagt Stegh.

Dabei stehen entlang der südlichen Seite der Akazienstraße gleich mehrere Schilder, die auf das neu eingerichtete Bewohnerparken aufmerksam machen, während die Parkplätze an der nördlichen, zum Krankenhaus gelegenen Seite, kostenpflichtig sind.

„Trotzdem parken Besucher weiter auf unseren Plätzen”, ärgert sich der Anwohner auch über das Ordnungsamt, das aus seiner Sicht viel zu selten die Missstände an der Akazienstraße kontrolliert. Immer wieder dokumentiert Stegh daher selbst die Falschparker, hat nach eigenen Angaben bereits weit mehr als 100 Fälle an das Ordnungsamt weitergeleitet. Die Folge: „Mittlerweile werde ich sogar lautstark beschimpft”.

Der stellvertretende Amtsleiter Franz Hompesch weiß um die Situation an der Akazienstraße, die von den vielen kurzzeitigen Besuchern der Gesundheitseinrichtungen verursacht wird. Verhindern, dass sich Autofahrer ordnungswidrig verhalten und ein Bußgeld von 15 Euro riskieren, könne man als Stadt jedoch nicht. Mindestens dreimal wöchentlich seien Überwachungskräfte auch an der Akazienstraße im Einsatz, dazu abends und samstags, versichert Hompesch.

Eine höhere Kontrolldichte sei mit zwölf Mitarbeitern, die für das gesamte Stadtgebiet zur Verfügung stehen, aber nicht möglich. Dazu müsste zusätzliches Personal eingestellt werden. Und genau das fordert Helmut Stegh. Es gebe genügend Parkplätze rund um das Krankenhaus, insbesondere im Parkhaus, betont der Rentner. Solange die Falschparker auf den Anwohner-Stellplätzen an der Akazienstraße aber kein „Knöllchen” fürchten müssten, werde sich an der Situation nichts ändern und die Krankenhausbesucher würden auf Kosten der Anwohner längere Fußwege weiter scheuen.

Hompesch betont derweil, dass sich aus seiner Sicht die Parksituation rund um das Krankenhaus in Birkesdorf insgesamt spürbar entspannt habe. „Und wir sind ständig im Gespräch mit dem Bezirksausschuss, um die Situation weiter zu verbessern, betont er. Gerade erst habe Parkplätze an der Fritz-Pley-Straße stadteinwärts freigegeben, um Anwohners des Viertels Alternativen aufzuzeigen. Helmut Stegh geht das nicht weit genug

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