Düren: Aids darf nicht in Vergessenheit geraten

Düren: Aids darf nicht in Vergessenheit geraten

„Schleife zum Welt-Aidstag?“ fragten rund 90 Schülerinnen des St.-Angela-Gymnasiums, Psychologin Dorothe Steinweg und Jugendarbeiterin Andrea Hoven, beide von der Drogenberatung der Caritas, in der Fußgängerzone in Düren unzählige Passanten.

Die meisten gingen bei regnerischem Wetter weiter, ohne überhaupt den Blick zu heben. Einige allerdings blieben stehen und nahmen eine rote Schleife entgegen. Auch klapperte es in den Spendendosen, etwa von Dana Zeuß und Katharina Schwartz.

Schleifenverteilung

Seit 15 Jahren geht Andrea Hoven in die Dürener Schulen, um Aufklärung zu leisten. Seit 14 Jahren übernehmen die Neuntklässlerinnen der Angela-Schule die Schleifenverteilung. Hoven: „Leider machen nicht alle Dürener Schulen bei der Aufklärungs-Aktion mit.“

Was sie ebenso wie Inge Heymann, die Leiterin der Caritas-Drogenberatungsstelle in Düren, feststellte: „Die Jugend ist vernünftiger geworden und schützt sich.“ Heymann: „Das Thema darf aber nicht in Vergessenheit geraten, weltweit sind die Aids-Zahlen steigend, gerade der osteuropäische Raum ist betroffen. Die Gefahr ist nicht gebannt.“

(gkli)
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