Kreuzau: „Ahle Schlupp“: Mischung aus Tradition und vielen neue Ideen

Kreuzau: „Ahle Schlupp“: Mischung aus Tradition und vielen neue Ideen

„Vorhang auf und Bühne frei“ hieß es am Samstagabend in der Festhalle in Kreuzau. Die KG „Ahle Schlupp“ startete mit viel Schwung die erste von vier Sitzungen in Folge. Der KG gehören rund 200 Mitglieder an, 150 davon standen während der Sitzung auf der Bühne.

Die Marschrichtung in der Session gibt Prinz Klaus II (Bartels) vor. Der Glasermeister ist ein echter Hamburger Junge, der zwischen Elb- und Rurmetropole hin- und herfährt. Daher wird Prinz Klaus II auch der „Pendlerprinz“ genannt.

Dienstjubiläum: Peter Kaptain ist seit 25 Jahren Präsident.

Bevor er die Bühne betrat, sang ihm zu Ehren ein Shanty-Chor, bestehend aus Kreuzauer Choristen unter der Leitung von Stefan Wiesen. Mit Titeln wie „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ oder „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ brachten die Vokalisten die 500 Besucher in Schwung. In seiner Rede bemerkte Klaus II. nicht ohne Ernst: „Ausländer sind wir alle fast überall.“

Unter dem Motto „Hamburg ist zwar ne Schau — doch ich stohn op Krözau!“ ging dann im Saal fünf Stunden lang die Post ab. Präsident Peter Kaptain, der die Präsidentenaufgabe seit 25 Jahren übernimmt, moderierte. Ausschließlich eigene Kräfte traten auf. Am Rande der Veranstaltung freute sich Kaptain über die Tatsache: „Der Karneval hier ist sehr lebendig. Gerade in den vergangenen Jahren konnten wir den Altersdurchschnitt im Verein deutlich senken.“

Dank einer Mischung aus Tradition und neuen Ideen soll die Eigenständigkeit erhalten bleiben. Vizepräsident der „Ahle Schlupp“ ist Willi Wink, Festmeister sind Heinz Schäfer und Thomas Schäfer. Als Adjutanten begleiten den Prinz Uwe Fuchs, Jürgen Maubach, Dietmar Schmitz und Günter Schmitz. Als Büttenredner wurden Willi Wink („Ne Bekloptte“), Dietmar Falter („Dä Dörpschuppo“) und Judith Kreiensiek und Mara Schotten (Billa & Bella) beklatscht. Tanzdarbietungen lieferten Mariechen Anne Nolden, die Prinzengarde, der Funkenknubbel „blau-wiss“ und die Schautanzgruppe „Ladykracher“.

Astreine Show

Eine astreine Show lieferten die Männergarde „Schermedröht“ als Strichmännchen im Schwarzlicht und die „Föttchesföhler“ mit der Pantomime „Loss mer bloose“ an, womit eine Musikprobe gemeint war. Als Sänger und Musiker traten Ulrike Müller, Guido Delhaes, Manfred Kempen, Arne Kaptain, die Gruppe „Stännschluppe“ und die Stimmungsband „Raderdoll“ vor das ausgelassene Publikum.

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