Tag der Zahngesundheit: Ärztinnen zeigen Schülern wie richtiges Putzen geht

Tag der Zahngesundheit : Ärztinnen zeigen Schülern wie richtiges Putzen geht

Was muss man machen, damit die Zähne im Mund noch lange zum Kauen erhalten bleiben? Wie wichtig gute Pflege ist, lernen die fünften und sechsten Klassen des Kreuzauer Gymnasiums bei einem Besuch von Zahnärztinnen.

Das Spannendste für die Mädchen und Jungen war wohl die dunkle Höhle, ganz in Blaulicht getaucht, mittig ein Spiegel, wo sie mit Hilfe von Fluorid sehen konnten, wo ihr Zähneputzen noch nicht die optimale Wirkung erzeugt hatte.

Friedlich sitzen und stehen die Sechstklässler in Gruppen, werden von Zahnärztinnen und Assistentinnen aufgeklärt, was sie rund um ihre Kauwerkzeuge täglich tun müssen, um sie möglichst lange gesund zu erhalten.

Zuerst folgt die Theorie, in der die meisten Schüler recht firm sind. Wie oft muss man täglich putzen? Wie aus der Pistole geschossen: dreimal! Warum sollte man sich vor zu viel Zucker hüten? Antwort: Die Bakterien lieben eben Zucker, fressen ihn und spucken Säure aus, die den Zahnschmelz angreift. Die Folge: Karies.

Unter Anleitung putzten die Kinder ihre Zähne, lernten die richtige Haltung der Bürste kennen, ahmten die Bewegungen der Assistentin nach. Das Zauberwort hieß KAI, die Reihenfolge der zu putzenden Zahnflüchen: Kauflächen, Außen, Innen. Andere Hilfsmittel wie Zahnseide oder Munddusche wurden erwähnt.

Kein menschliches Organ, so wurde den Kindern erläutert, erkranke häufiger als die Zähne. Und gerade deshalb müsse jeder Mensch achtgeben, weil die Gesundheit wesentlich davon abhängt. „Sage mir, was Du isst, und ich sage Dir, wer Du bist“, lautete ein altes Sprichwort aus vergangenen Jahrhunderten, denn die Altvorderen wussten schon, dass Zahnprophylaxe notwendig war. Auch sie kannten zur Genüge Karies und Parodontose. Das gehört teilweise in die Zeit, als die Zähne noch zuhause mittels Tür und Faden gezogen wurden. Zähneputzen lernen ist für die Kinder ein langer Prozess: durch das Beispiel der Eltern, im Kindergarten und später in Grundschulen und weiterführenden Schulen.

Das Gesundheitsamt des Kreises Düren könne in den vergangenen Jahren auf gute Ergebnisse zurückblicken, sagte Marion Kuhn-Henrichs von Arbeitskreis Gesundheit. Die Anzahl der untersuchten Kinder ist in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Die Kooperation mit Kindergärten und Schulen sei vorzüglich.

Das Personal — Ärztinnen und Assistentinnen — hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Kindern nachhaltig zu vermitteln, dass eine erfolgreiche Zahnpflege drei Dinge beachten muss: eine zahngesunde Ernährung, eine dosierte Fluoridanwendung und regelmäßiger Zahnarztbesuch.

(bel)