Düren: 60. Klassentreffen: Nachkriegsabiturienten kommen zusammen

Düren: 60. Klassentreffen: Nachkriegsabiturienten kommen zusammen

Abiturienten von 1955 feierten jüngst den 60. Jahrestag ihrer Prüfung. Am damaligen Naturwissenschaftlichen Gymnasium begannen sie 1946 als erster Nachkriegsjahrgang mit rund 40 Schülern in zwei Parallelklassen.

Aus der Sexta a dieses Jahrgangs leben noch 24 Abiturienten, fünf sind mittlerweile gestorben. Aus der damaligen Sexta b leben noch 15 Ehemalige, sechs sind mittlerweile gestorben. Die Absolventen der Sexta b waren bereits im Herbst 1944 ins Gymnasium aufgenommen worden, mussten aber wegen Frontnähe bald nach Hause.

Nach der Evakuierung mussten sie 1946 neu beginnen. Statt wie beim 50-jährigen Goldjubiläum in den alten Klassenräumen der jetzigen Musikschule und beim Besuch des heutigen Gymnasiums am Wirteltor (GaW), widmeten sich die von nah und fern angereisten Freunde zum 60. Jahrestag ihren kulturellen Bindungen zur Heimatstadt.

13 Ehemalige der Sexta a besuchten das Leopold-Hoesch-Museum: Sie waren verblüfft von der Vielfalt der Ausstellung „Paper Is Part of the Picture“ und berührt vom Wiedersehen der Meister der klassischen Moderne, von denen Dr. Apel zu ihrer Schulzeit gelehrt hatte. Sieben Ehemalige der Sexta b ließen sich von Hartmut Böllert die Schätze des neuen Stadtmuseums zeigen, das auf den Tag genau sechs Jahre besteht.

Wiedererkennungsfreude

Besonderes emotionales Interesse galt den Relikten und Fotos vom alten Düren und der Situation nach der Zerstörung am 16. November 1944. Die Ehemaligen wollten diesen Dokumenten-Reichtum daher ausführlicher erkunden.

(gn)
Mehr von Aachener Zeitung