Düren: 500-Kilo-Bombe in Düren erfolgreich entschärft

Düren: 500-Kilo-Bombe in Düren erfolgreich entschärft

Nachdem eine in Düren bei Bauarbeiten gefundene 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Mittwochabend erfolgreich entschärft worden ist, konnten die zuvor etwa 4000 evakuierten Bewohner der Innenstadt noch vor Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nach dem Fund der Bombe am frühen Nachmittag in einem Hinterhof an der Kleinen Zenthofstraße hatte die Polizei gegen 19 Uhr an insgesamt 15 Sperrstellen die Zufahrten zur Dürener Innenstadt abgeriegelt. Anschließend begann im Umkreis von 300 Metern um den Fundort der Bombe die Evakuierung der etwa 4000 Betroffenen, die sich mehrheitlich „einsichtig und kooperativ“ verhielten, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Einzelne Menschen weigerten sich jedoch auch, ihre Wohnung zu verlassen, sodass die Beamten einschreiten mussten.

Eine halbe Stunde nach Beginn der Entschärfung konnten alle Beteiligten aufatmen, der fünf Zentner schwere Sprengkörper war entschärft und musste nur noch geborgen werden. Foto: Abels

Knapp 400 Evakuierte wurden für die Dauer der Sperrung im Dürener Wirteltor-Gymnasium untergebracht, viele fanden kurzfristig bei Freunden und Verwandten Unterkunft. Für ältere und pflegebedürftige Menschen wurden geeignete Plätze in Krankenhäusern eingerichtet.

Eine halbe Stunde nach Beginn der Entschärfung konnten alle Beteiligten aufatmen, der fünf Zentner schwere Sprengkörper war entschärft und musste nur noch geborgen werden. Foto: Abels

Verkehrsbehinderungen durch die Evakuierung gab es lediglich in geringem Ausmaß an den einzelnen Sperrstellen und vor dem Gymnasium, da einige Bewohner nach Angaben der Polizei auch ihre Autos aus der Gefahrenzone brachten.

Die Innenstadt war nach der Evakuierung menschenleer. Foto: Sistemich

Nachdem der erfolgreiche Abschluss der Evakuierung durch einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera bestätigt worden war, begann der Kampfmittelräumdienst gegen 22.10 Uhr mit der Entschärfung der Bombe. Eine halbe Stunde später konnten dann alle Beteiligten aufatmen, der fünf Zentner schwere Sprengkörper war entschärft und musste nur noch geborgen werden.

Die Innenstadt war nach der Evakuierung menschenleer. Foto: Abels

Gegen 23.15 Uhr wurden die Sperrstellen aufgelöst, an denen im Laufe des Abends ein vermisster 10-Jähriger aus Euskirchen gefunden und zwei alkoholisierte Autofahrer aus dem Verkehr gezogen worden waren. So konnten die Dürener noch vor Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Anwohner wurden unter anderem im Gymnasium am Wirteltor untergebracht. Foto: Rose
(mvb)
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