45. Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken in Düren

45. Weltmeisterschaft : Auch bei Regen fliegen die Kerne ganz schön weit

Rekorde sind bei der 45. Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken am Samstagnachmittag nicht gefallen, aber die neue Weltmeisterin Sabine Farwick hat eindrucksvoll gezeigt, dass strömender Regen kein Hindernis für gute Weiten ist.

12,16 Meter ist der Kern der Dürenerin geflogen – weit genug, um die Damenkonkurrenz zu gewinnen. Zweite wurde Corinna Großmann aus Düren mit 10,54 Metern, Dritte die Wuppertalerin Manuela Marks mit zehn Metern. Bei den Junioren ging der Titel an Flinn Burghoff (12) aus Halle an der Saale mit 8,55 Meter.

Platz zwei holte Lucio Heinen (11 Jahre, 6,48 Meter) aus Drove. Dritter wurde Arda Folkers (6 Jahre, 5,24 Meter) aus Düren. Der neue Herrenweltmeister heißt Jan Knipprath aus Aachen (16,09 Meter), gefolgt von Ludwig P. (16 Meter) aus Aachen und Wilhelm Esser aus Alfter (15,19 Meter). Die Gewinner freuten sich über Urkunden und Kirmesgeld von der Stadt Düren sowie Pokale aus dem Medienhaus Aachen.

Kurz vor Ende der WM-Vorrunde hat es am Samstag angefangen zu regnen, als das Gewitter einsetzte entschied Platzmeister Achim Greiff, die Veranstaltung zu unterbrechen. „In dem Moment wollten wir eigentlich nach Hause gehen“, sagte Sabine Farwick. „Aber meine Tochter Nele hat so bitterlich geweint, weil sie unbedingt noch spucken wollte, also sind sind wir geblieben.“ Als das Gewitter vorüber war, durften die vier letzten Teilnehmer der Vorrunde ihren Kern noch über die Bahn katapultieren.

Von Bürgermeister Paul Larue (rechts) gab es für die Gewinner Urkunden und Kirmesgeld. Foto: ZVA/Sandra Kinkel

Die Finalrunde fiel aufgrund des starken Regens allerdings aus, die Vorrunden-Sieger wurden Weltmeister. „Wir haben uns doch Regen gewünscht“, sagte Sabine Farwick. „Da dürfen wir auch jetzt nicht meckern. Und ich bin ja sowieso total zufrieden.“ Genau wie Jan Knipprath, der nach zwei Juniorentiteln seinen ersten Sieg in der Herrenkonkurrenz holte. „Es ist ein tolles Gefühl, einmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen“, sagte er.

(kin)