Packendes Rennen: 3800 Entchen schwimmen in der Dürener Rur

Packendes Rennen : 3800 Entchen schwimmen in der Dürener Rur

Ein packendes Rennen liefern sich 3800 geschmückte und bemalte Quietscheentchen am Samstag in der Dürener Rur. Veranstalter des Rennens ist der Lions-Club Düren-Rurstadt. Auch in diesem Jahr waren die kleinen Rennenten in Windeseile vergeben.

Eine ihrer ersten Amtshandlungen als Notarin war die Aufsicht beim Entenrennen des Lions-Clubs Düren-Rurstadt. Das war 2013, damals ist Dr. Yvonne Abicht vom Rhein in Köln an die Rur in Düren gewechselt. Zwei Jahre später wurde die Juristin selbst Mitglied eben dieses Lions-Clubs, im Augenblick ist sie dessen Präsidentin. „Natürlich hatte ich schon einmal von solchen Entenrennen gelesen“, sagt die gebürtige Thüringerin. „Gesehen hatte ich aber vorher noch nie eins. Und ich war von Anfang an begeistert.“

Kein Wunder, das Entenrennen des Lions-Clubs Düren-Rurstadt ist wirklich eine echte Erfolgsgeschichte. Auch in diesem Jahr waren die kleinen Rennenten in Windeseile vergeben.

Die Zahl der Sponsorenenten, die am Samstag an der Dr.-Overhues-Allee in Düren ins Wasser gelassen werden, hat sich noch einmal deutlich erhöht. „Aus steuerlichen Gründen“, erklärt Abicht, „dürfen wir nicht mehr als 3500 kleine Enten verkaufen. Und die waren in diesem Jahr wirklich schnell ausverkauft.“ Das Entenrennen, ergänzt die Notarin, habe sich mittlerweile in Düren zu einem echten Event etabliert. „Ich kenne viele Familie, für die ist das Entenrennen fester Bestandteil ihres Terminkalenders. Es gehört einfach dazu, eine kleine Enten zu kaufen und bunt zu bemalen.“

Trainingslager?

Klar, dass auch Yvonne Abichts kleiner Sohn am Sonntag eine Ente ins Rennen schickt. Ob die ausreichend trainiert hat, will die Notarin nicht verraten. „Grundsätzlich ist es ja so, dass alle Enten ins Trainingslager gehen“, sagt sie augenzwinkernd. „Ich glaube aber, dass die mentale Vorbereitung viel wichtiger ist.“ Wie immer kommt der Erlös der ernst zu nehmenden Spaßveranstaltung caritativen Projekten in der Region zugute. Allein im vergangenen Jahr lag das Ergebnis des Entenrennens bei etwas mehr als 45.000 Euro. „Es gibt viele Initiativen, die unser Lions-Club dauerhaft unterstützen.“ So fördert der Verein beispielsweise Projekte für gewaltfreies Lernen, den Sozialdienst katholischer Frauen und finanziert regelmäßig den Sommerausflug eines Dürener Seniorenheimes. „Hinzu kommen aber immer wieder auch konkrete Anfragen“, erklärt Abicht. „Zuletzt haben wir einer Grundschulklasse geholfen, die Geld für eine Ferienfahrt brauchte.“

Yvonne Abicht ist froh, mittlerweile Teil des Entenrennens zu sein – und das auch, weil sie die Gemeinschaft in ihrem Lions-Club sehr schätzt. „Wir sind ein sehr gemischter und ein sehr junger Club. Uns hat er damals die Anfangszeit in Düren wirklich erleichtert. Mittlerweile haben wir sehr viele Freunde dort. Das ist eine sehr schöne Gemeinschaft.“

Die 44-Jährige hofft für Samstag auf gutes Wetter. „Wir hatten noch nie ein verregnetes Entenrennen“, sagt sie. „Und ich hoffe, dass das auch so bleibt, damit möglichst viele Menschen zu unserer Veranstaltung kommen.“