Hasenfeld: 21 Teilnehmer bei Jugendcamp des „Hilfswerks Lions International“

Hasenfeld: 21 Teilnehmer bei Jugendcamp des „Hilfswerks Lions International“

National und international regen sich zurzeit Kräfte, die ihr Land wieder mehr abschotten wollen. Unter dem Motto „America first“ versucht der amerikanische Präsident Donald Trump seinen Zuhörern einzuhämmern, dass die Isolation seines Landes zu himmlischen Zuständen in den USA führen würden.

Da gibt es andere Vorstellungen: das „Hilfswerk Lions International“ hat sich das Gegenteil auf seine Fahnen geschrieben. „Wir sind im Namen der Völkerverständigung unterwegs“, beschrieb Dr. Bernhard Höltmann, verantwortlich für das Jugendcamp im Rheinland, das Ziel, das sie auch in diesem Jahr mit der Durchführung des „Internationalen Lions Jugendcamp Rheinland“ anstreben.

21 junge Männer und Frauen zwischen 18 und 22 Jahren aus 15 Ländern sind in Duisburg-Wedau „stationiert“, um das Rheinland, seine Kultur und seine Menschen kennenzulernen. „Denn was man kennt“, sagte eine junge Frau aus dem fernen Indien, „kann man besser verstehen.“

Die 16 Frauen und fünf Männer kommen aus den USA, Mexico, Brasilien, der Türkei, Indien, Israel, (Palästina), Taiwan, Griechenland, Dänemark, Finnland, Ukraine, Serbien, Italien und Deutschland.

Insgesamt vier Wochen verbringen sie im Rheinland, zwei Wochen in Gastfamilien, zwei Wochen in Camps. „Das ist kein Urlaub“, verriet Dr. Bernhard Höltmann, „denn die Teilnehmer wollen in kurzer Zeit viele Eindrücke mit nach Hause nehmen.“

In verschiedenen Workshops geht es um die Konfrontation mit dem Begriff Management. Da steht die „Selbstfindung“ mit den Fragen nach den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Wer bin ich? Es gilt für die Teilnehmer über den eigenen nationalen Tellerrand zu schauen. Wie würde sich „Fair Trade“ — ein fairer Handel - auf die Flüchtlingsbewegungen auswirken. „Wir können hier“, erklärte Sayana, „ganz schön unseren Horizont erweitern.“

Spannend und natürlich mit Arbeit verbunden ist die Präsentation der einzelnen Länder. Akribisch verarbeiten die einzelnen Teilnehmer das Material, das sie über ihr Heimatland haben, und stellen es den anderen Teilnehmern mit möglichst modernen Methoden vor.

Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Da gab es bisher Besuche in Köln und Düsseldorf. In Xanten wandelte man auf den Spuren der Römer. Beeindruckend das Friedensdorf Oberhausen und aktuell, „hier und heute“ im Freilichtmuseum Kommern mit dem Abschluss „Kanufahren“ auf dem Heimbacher See.

Die Boote stellte der Kreuzau-Boicher Kanuclub zu Verfügung. Der Tag endete mit dem Grillfest „Im Waschbendchen“, wo neben dem Präsidenten des Lions Clubs Kreuzau-Rureifel, Winfried Zientz, und vielen Lions-Mitgliedern auch der erste Bürger der Stadt Heimbach, Bürgermeister Peter Cremer, die Jugendlichen und ihre Begleitung begrüßen konnten.

„Es war verblüffend“, sagte Bernhard Höltmann, „wie schnell die jungen Männer und Frauen Freundschaft geschlossen und zueinander gefunden haben.“ Voraussetzung war die Weltsprache Englisch.

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