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21. Auflage des Peter- und Paul-Laufes in Düren

Peter- und Paul-Lauf : Der kleine Paul vertritt den Bürgermeister

Eine klitzekleine Änderung gibt es. Einer der beiden Namensgeber und Schirmherrn des Peter- und Paul-Laufes kann bei der 21. Auflage der Traditionsveranstaltung am Freitag, 28. Juni, nicht dabei sein.

Bürgermeister Paul Larue (CDU), der den Benefizlauf von Anfang an unterstützt hat, musste seine Teilnahme aufgrund einer privaten Verpflichtung absagen, hat aber für eine gute Vertretung gesorgt: Paul Mechlinsky, zehn Jahre alt, wird mit Peter Borsdorff die Schirmherrschaft übernehmen. „Beim Peter- und Paul-Lauf stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt“, sagte Paul Larue. „Deswegen passt es, wenn einmal ein Kind Schirmherr der Veranstaltung wird.“

Wie immer findet der Benefizlauf im Stadion des Dürener Turnvereins an der Dr.-Overhues-Allee in Düren statt, wie immer werden meht als 1500 Teilnehmer erwartet, die wie immer natürlich kein Startgeld bezahlen müssen. Vielleicht das Wichtigste: Jeder Euro, der am 28. Juni in einer der Sammelbüchsen von Peter Borsdorff landet, kommt bedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute. Gerade ist der „Läufer mit der Sammelbüchse“ für einen jungen aus der Eifel unterwegs, der gegen eine seltene Krankheit kämpft. Borsdorff: „Dieser Junge wünscht sich, noch einmal seine Gasteltern und Freunde vom Schüleraustausch in den USA zu besuchen. Mit ihm habe ich ein Abkommen: Er tut alles, was die Ärzte sagen, damit er möglichst schnell gesund wird. Und ich finanziere ihm die USA-Reise.“

Viel vorgenommen

Für den 21. Peter- und Paul-Lauf hat Borsdorff sich viel vorgenommen: Er möchte 28 Einrichtungen und sieben Kinder und deren Familien unterstützen. „Deswegen bin ich im Augenblick besonders viel mit meiner Sammelbüchse unterwegs“, sagt der Dürener. „Und ich freue mich natürlich auch noch über Spenden, auch über Kilometersponsoren, die eine gewisse Summe für gelaufene Kilometer übernehmen.“ Jede Runde wird mit einem mechanischen Registriergerät festgehalten. Und das ist ganz schön viel Arbeit. Im vergangenen Jahr haben die Läufer mehr als 38.000 Runden und damit mehr als 15.000 Kilometer zurückgelegt. „Der Peter- und Paul-Lauf ist kein Wettkampf“, betont Borsdorff. „Alle können mitmachen, und es ist schön zu sehen, dass auch viele Menschen mit einem Handicap dabei sind. Alle sollen beim Rundendrehen Spaß haben, das ist unser Ziel.“

Parken in Lendersdorf

Aufgrund der großen Teilnehmerzahl empfiehlt Borsdorff den Läufern, nicht an der Dr.-Overhues-Allee, sondern in Lendersdorf an den Straßen Hammerbenden und Industriestraße zu parken. Borsdorff: „Da ist Platz und von dort ist man in fünf Minuten zu Fuß im Stadion.“

Und Paul Mechlinsky? Der musste nicht lange überlegen, als Bürgermeister Paul Larue ihn gebeten hat, die Schirmherrschaft zu übernehmen. „Ich finde es wichtig, Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht“, sagt der Fünftklässler des Stiftischen Gymnasiums. „Und außerdem macht Laufen doch auch Spaß.“ Paul Mechlinsky spielt in seiner Freizeit Tennis, war aber bisher noch nie beim Peter- und Paul-Lauf. „Ich bin gespannt, wie es wird“, sagt er. „Und ich freue mich darauf.“ Bis Ende Juni will der Junge auch in seiner Schule noch tüchtig Werbung für den Lauf machen. „Vielleicht kommen ja viele von meinen Mitschülern“, sagt er. „Das fände ich toll.“