Kreuzau: 2013 fehlen in der Gemeinde Kreuzau 100 Kita-Plätze

Kreuzau: 2013 fehlen in der Gemeinde Kreuzau 100 Kita-Plätze

„Dieses Ergebnis hat uns selbst erschreckt”, sagte Insa Breuer, Jugendhilfeplanerin des Kreisjugendamts. Im Jahr 2013 fehlen in der Gemeinde Kreuzau 100 Kindergartenplätze und Plätze in der Tagespflege.

Das zumindest besagen neue Berechnungen des Kreisjugendamtes.

Im Unterschied zu den meisten anderen Kommunen liegt das Hauptproblem in Kreuzau aber nicht bei der Schaffung von Plätzen für die Betreuung von unter Dreijährigen. Es mangelt ab 2013 vor allem an Plätzen für Kinder ab drei Jahren. Das hänge unter anderem mit dem Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zusammen, auf den Eltern ab 2013 einen Rechtsanspruch haben, erklärte Breuer. Im Rahmen des U3-Ausbaus würden die Gruppen verkleinert und somit sinke die Zahl der Plätze.

41,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren könnten in der Gemeinde - nicht unbedingt in ihrem Ort - einen entsprechenden Platz finden. Der Gesetzgeber geht derzeit davon aus, dass nur 35 Prozent der Kinder einen solchen Platz in Anspruch nehmen. Kreisjugendamtsleiter Gregor Dürbaum geht jedoch davon aus, dass die Nachfrage nach U3-Plätzen deutlich steigen wird.

In der Ü3-Gruppe stehen ab 2013 nur für 73,9 Prozent der Kinder Plätze zur Verfügung. „Langfristig werden wir eine zentrale viergruppige Einrichtung, am besten mit einer integrativen Gruppe, einrichten müssen”, sagte Insa Breuer. In den bestehenden Einrichtungen seien An- und Umbauten nur sehr begrenzt möglich. Das liege unter anderem an den sehr alten Gebäuden.

Zunächst sind ohnehin kurzfristige Übergangslösungen gefragt. Für Jugendamtsleiter Dürbaum kommen unterschiedliche Modelle wie Containerlösungen und die Nutzung öffentlicher Räume in Frage. Zudem sollen Gespräche mit dem kirchlichen Träger geführt werden. Ausbauen will das Kreisjugendamt zudem die Kindertagespflege.