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Stadt will Wohnproblem lösen: 20 neue Container für Obdachlosenunterkunft

Stadt will Wohnproblem lösen : 20 neue Container für Obdachlosenunterkunft

An der Rurstraße soll eine neue Obdachlosenunterkunft aus 20 Wohncontainern entstehen. Das dortige Haus, neben dem die Container errichtet werden sollen, war bereits eine solche Unterkunft — bis sie Mitte April kurzfristig geräumt worden ist.

Das Amt hatte die Betreuung des Gebäudes im März vom Ordnungsamt übernommen. Zur Zeit der Räumung wohnten zehn Obdachlose in dem Gebäude; sie wurden kurzfristig in der ehemaligen Kita Villa Winzig an der Meckerstraße untergebracht. Dieses Haus wurde bis dato noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt, ist aber keine langfristige Lösung, weil der Landschaftsverband Rheinland als Eigentümer das verhindert. So steht es in der Vorlage für die heutige Verkehrs- und Bauausschusssitzung (17 Uhr, Rathaus).

Die Unterkunft an der Rurstraße sei verkommen, weil sich dort Obdachlose aufgehalten haben, die die Wohnungslosenhilfe vom Caritas-Fachverband InVia in Düren bereits abgelehnt hatte, weil sie keinerlei Regeln befolgt hätten, erklärt Sozialamtsleiter Ramacher. Im jetzigen Zustand sei eine Sanierung des Gebäudes auch nicht wirtschaftlich, sagte Stadtsprecher Helmut Göddertz am Mittwoch.

Die 20 Wohn- und zwei Sanitärcontainer würden bis zu 48 Personen eine Unterkunft geben. Die Kosten belaufen sich auf etwa 86.000 Euro. Da die Stadt Kerpen als bisherige Eigentümerin der Stadt Düren die „fast neuwertigen“ Container befristet reserviert hat, muss die Politik in dieser Sitzungsperiode zu einem Beschluss kommen.

Weil das Geld erst im Haushalt 2020 bereitgestellt werden kann, und dann erst die Bauplanung beginnt, ist die neue Container-Einrichtung frühstens Anfang/Mitte 2022 fertig, steht in der Verwaltungsvorlage.

(cro)