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Wasserleitungszweckverband: 2,3 Millionen Euro für die Trinkwasserversorgung

Wasserleitungszweckverband : 2,3 Millionen Euro für die Trinkwasserversorgung

Der Wasserleitungszweckverband investiert 2,3 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung. Aus diesem Grund gibt es einige Baustellen.

Der Wasserleitungszweckverband (WZV) Langerwehe beginnt Mitte Mai mit dem Neubau des Hochbehälters Hülsenberg. Im Mai werden zunächst die vorbereitenden Erdarbeiten ausgeführt, danach beginnt die Anlieferung der Fertigbauelemente. Im Juni wird es daher für circa zwei bis drei Wochen in Langerwehe zu verstärktem Baustellenverkehr aus Richtung Eschweiler über die Leo-Höxter-Straße, den Bahnhofsplatz und den Rymelsberg kommen. Die Bauarbeiten vor Ort werden voraussichtlich im März 2023 abgeschlossen sein.

Seit Beginn der vorbereitenden Maßnahmen im Februar 2021 investiert der WZV Langerwehe rund 2,3 Millionen Euro in eine zukunftssichere Trinkwasserversorgung. Für Anwohnerinnen und Anwohner hat der WZV unter huelsenberg@wzv-langerwehe.de eine Infoadresse eingerichtet.

„Der Behälter wird aus Spannbeton gebaut. Diese Fertigelemente werden nach Abschluss der Erdarbeiten im Mai geliefert. Damit der Behälter sich optimal in die Landschaft eingliedert, wird die Fassade an eine Bruchsteinoptik erinnern, wie sie hier in der Region historisch verwurzelt ist“, erläutert Andreas Pütz, Betriebsleiter des Wasserleitungszweckverbands Langerwehe. Der Verband bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, dass es nicht ganz ohne Baustellenverkehr gehen kann – damit am Ende die Trinkwasserversorgung im Liefergebiet für die nächsten Jahrzehnte gesichert ist. „Wir tun unser Möglichstes, um eventuelle Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, so Pütz weiter.

Bis der Neubau fertiggestellt ist, wird der bisherige Hochbehälter Hülsenberg weiterhin am Netz bleiben. „Die Versorgungssicherheit ist damit unverändert durchgängig gesichert“, betont Pütz.

Im vergangenen Jahr hatte der WZV Langerwehe zunächst rund 1100 Quadratmeter Fläche direkt neben dem aktuellen Hochbehälter von vorhandenem Baumbestand befreit. Als Ausgleich wurden danach in unmittelbarer Nähe fünf Mal so viele Bäume als artenreicher und klimastabiler Mischwald gepflanzt. „Das war notwendig, um Platz für den Neubau zu schaffen“, erklärt Pütz weiter. Vor Beginn der Arbeiten hatte der Wasserleitungszweckverband Langerwehe ein Artenschutzgutachten für das Grundstück in Auftrag gegeben. Dabei sind keine im besonderen Maße schützenswerten Vorkommen festgestellt worden. „Als Trinkwasserlieferant liegt uns der Umweltschutz naturgemäß sehr am Herzen. So haben wir das Artenschutzgutachten gerne in Auftrag gegeben und arbeiten bei der Aufforstung eng mit der Försterin Barbara Boos-Kluß zusammen“, erläutert Pütz weiter.

Der neue Hochbehälter sichert zusammen mit dem Hochbehälter Schönthal die Wasserversorgung von rund 20.000 Menschen in Langerwehe, Inden, Echtz und Konzendorf. „Der aktuelle Hochbehälter hat ein Volumen von nur etwa 650 Kubikmetern und ist technisch in die Jahre gekommen. Im Vergleich dazu wird der neue Hochbehälter mit 2400 Kubikmetern Fassungsvolumen mehr als die dreifache Menge zwischenspeichern können. Das erhöht die Versorgungssicherheit – gerade in den heißen Monaten – deutlich“, erläutert Pütz.

Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur mit Zu- und Ableitungen sowie der geografischen Lage des Hülsenbergs war kein alternativer Standort in Frage gekommen. Zwar hätte man den alten Behälter sanieren können – eine Erweiterung war aber technisch nicht möglich. Nach Ende der Bauarbeiten bleibt der bisherige Hochbehälter erhalten und wird als Lager genutzt.