Düren/Köln: 19 Forensik-Patienten ziehen von Düren nach Köln

Düren/Köln: 19 Forensik-Patienten ziehen von Düren nach Köln

19 psychisch kranke Straftäter sind aus dem forensischen Dorf in Düren in die neue forensische Psychiatrie in Köln-Porz verlegt worden.

Der seit Monaten geplante und vorbereitete Transport ist am Dienstag unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen und ohne Zwischenfälle vonstatten gegangen.

Mit der Fertigstellung der Neubauten in Bedburg-Hau, Essen und Köln verbindet der Träger der forensischen Kliniken, der Landschaftsverband Rheinland (LVR), eine Neuverteilung der Patienten.

Dabei spielen therapeutische Schwerpunkte der Kliniken und Regionalisierung eine Rolle. Patienten sollen möglichst in ihrer Heimatregion untergebracht werden.

Die 19 psychisch kranken Straftäter, die jetzt von Düren nach Köln verlegt wurden, hatten sich dafür freiwillig gemeldet. „Das war Voraussetzung”, erklärte LVR-Sprecherin Katharina Landorff.

Zur Vorbereitung des Umzugs seien sie schon vor längerer Zeit auf zwei Stationen im forensischen Dorf in Düren zusammengefasst worden und von Pflegern und Therapeuten übernommen worden, die nun mit nach Köln umgezogen sind.

Die frei gewordenen Behandlungsplätze im forensischen Dorf sollen laut Katharina Landorff nicht unmittelbar neu belegt werden. Mittel- und langfristig sei aber vorgesehen, wieder auf die volle Patientenzahl im forensischen Dorf zu kommen.

Die Klinikneubauten - auch in Viersen und Duisburg werden neue Kapazitäten für den Maßregelvollzug geschaffen - hätten langfristig keinen Einfluss auf die Patientenzahl in der Dürener Klinik, in der es keine Überbelegung gebe, sagt die LVR-Sprecherin.

Es entstehe aber im forensischen Dorf eine zunehmende Konzentration auf ältere männliche Patienten.

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