Düren: 1800 Musikfans rücken auf der „Startbahn Jazz” zusammen

Düren: 1800 Musikfans rücken auf der „Startbahn Jazz” zusammen

Es gehört irgendwie zum guten Ton, auf der „Startbahn Jazz” des Dürener Service Betriebs (DSB) etwas näher zusammenzurücken, wenn sich der Sommer außerhalb der großen Halle von seiner nassen Seite zeigt.

„Wir haben Ihnen nicht zu viel versprochen: Der Regen ist da!”, feixte DSB-Betriebsleiter Richard Müllejans, als nach dem Auftritt der hörenswerten A-Cappella-Gruppe „Lovely Mister Singing Club” Petrus seine Pforten öffnete. Seit zehn Jahren lädt der Service Betrieb Musikfans dazu ein, auf der „Startbahn Jazz” abzuheben. Der Regen ist ein treuer Begleiter; die Stimmung hat dies nie getrübt.

Ein bisschen wie Louis Armstrong

So wurden die Dürener Jazztage am Mittwochabend erneut feucht, aber durchaus fröhlich beim DSB eröffnet. Wohlige Wärme in den Herzen ihrer 1800 Zuhörer verbreiteten Trompeter Terrence Ngassa und Pianist Dominic William Quaye. Wer Ngassa hört, denkt an Louis Armstrong. Doch der Trompeter aus Kamerun, der aus Kritikersicht ein „Glücksfall für die deutsche und europäische Jazzszene ist”, begeisterte auch in Düren durch seine Vielfalt; er ist sowohl im klassischen als auch im Modern Jazz zuhause.

Als Dritte im Bunde trat Anke Angel mit ihrem Boogie-Quartett auf die Bühne. Die ehemalige Rechtsanwältin zeigte, dass sie ihren Ehrentitel „The First Lady of Boogie Woogie” zurecht trägt. „Startbahn Jazz” war ein mitreißender Abend, ein gelungener Start der Jazztage.

Am Donnerstag geht es beim „Acoustic Evening in Jazz and Blues” mit Harriet Lewis und Caroline Mhlanga im Garten der Commerzbank weiter. Die Jam-Session startet um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.