Kreis Düren: 14 Millionen: Sparkasse mit Rekordgewinn

Kreis Düren: 14 Millionen: Sparkasse mit Rekordgewinn

Die Sparkasse Düren hat ein Rekordergebnis erwirtschaftet — trotz „herausfordernder Rahmenbedingungen“. 14 Millionen Euro weist die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr aus. 2013 lag der Gewinn bei 9,9 Millionen.

Im Interview mit unserer Zeitung zum Jahreswechsel hatte Vorstandsvorsitzender Uwe Willner noch mit zehn Millionen Euro Überschuss gerechnet. Willner, der am Montag auf ein „sehr turbulentes, aber interessantes Jahr“ zurückblickte, stellte klar: 3,5 Millionen Euro des Gewinns sind einmalige Steuerrückflüsse. Mittel, die zur Rettung der WestLB geflossen sind, konnten als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Uwe Willner und seine Vorstandskollegen Udo Zimmermann und Dr. Gregor Broschinski sprachen von einem „zufriedenstellenden Ergebnis“.

Das kommunale Unternehmen hat das Kreditkundengeschäft ausgebaut, das Kreditvolumen erhöhte sich um 77 Millionen auf 2,710 Milliarden Euro. Im Privatkundengeschäft legten die Konsumentenkredite zu. Auch die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten ging mit dem niedrigen Zinsniveau einher. Die Sparkasse bewilligte 185 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 154 Millionen. Die Immobilientochter blickt ebenfalls auf ein gutes Jahr zurück. Sie vermittelte 151 Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von 21 Millionen Euro.

Trotz der Niedrigzinsphase sei der Bestand der Kundeneinlagen um 77 Millionen auf 2,546 Milliarden Euro gewachsen. Während Einlagen mit fester oder längerer Laufzeit ausgebaut wurden, stieg der Anteil der Spareinlagen und der täglich verfügbaren Anlageformen. „Wir leben in einer Welt ohne Zinsen“, bilanzierte Uwe Zimmermann. Auf der Suche nach alternativen Anlageformen, die eine Rendite über der Inflationsrate bringen, schreckten die Kunden aber meist noch vor Aktien zurück. „Wir werden ganz bewusst unsere Bemühungen verstärken, Alternativen zur Altersvorsorge aufzubauen“, rückt Sparkassenvorstand Zimmermann auch jüngere Kunden in den Fokus. Das Thema Altersvorsorge dürfe auch in einer Niedrigzinsphase nicht aus den Augen verloren werden.

Bei generell schrumpfender Marge müsse das Geschäftsvolumen wachsen, gab Willner den Kurs für die Zukunft vor. „Wir müssen stetig wachsen.“ Eine der Säulen dieses Wachstums sei das Online-Geschäft, das weiter ausgebaut werden soll.

Das Betriebsergebnis trägt aus Sicht des Vorstands dazu bei, die Basis des Unternehmens zu festigen und das Eigenkapital aufzustocken. Welchen Anteil die Sparkasse vom Gewinn an ihre Eigentümer, den Kreis und die Stadt Düren, überweist, wird im Juni bei der Sitzung des Zweckverbandes beschlossen. Im Vorjahr wurden 50 Prozent ausgeschüttet.