Düren: 122 Schüler können nicht ihre Wunschschule besuchen

Düren: 122 Schüler können nicht ihre Wunschschule besuchen

Das Stiftische Gymnasium ist mit 138 Fünftklässlern im kommenden Schuljahr die Schule mit den meisten Anmeldungen in Düren. Das Gymnasium verzeichnet 23 Zugänge mehr als im Vorjahr. Ebenso ein Plus von 20 Anmeldungen registriert das Burgau-Gymnasium, das ab Sommer 85 neue Schüler besuchen werden.

Insgesamt sind die Zahlen für die weiterführenden Dürener Schulen stabil. Gab es für das laufende Schuljahr 751 Anmeldungen, sind es für das neue Schuljahr 755. Das Rurtal-Gymnasium, das einzige Ganztagsgymnasium in der Stadt, muss einen Rückgang von vier Schülern auf nun 49 verzeichnen.

Das Gymnasium am Wirteltor muss mit seinen 115 Anmeldungen ebenso Einbußen hinnehmen (minus 8). Auch der gymnasiale Zweig der Angela-Schule sinkt von 93 Fünftklässlern im laufenden Schuljahr auf noch 80 ab dem kommenden Sommer. Abgelehnt haben die Dürener Gymnasien im Unterschied zu früheren Jahren niemanden. Das sieht auf den Realschulen anders aus. An der Wernersstraße können 28 Jungen und Mädchen nicht berücksichtigt werden, an der Angela-Realschule 23 nicht, zusammen also 51.

Werden die 71 Jugendlichen hinzugerechnet, die an den beiden Dürener Gesamtschulen „Heinrich Böll“ und „Anne Frank“ abgewiesen werden mussten, sind es 122 Jungen und Mädchen, die nicht die gewünschte Schule besuchen können. Die Realschule Wernersstraße verzeichnet ein Plus von neun Schülern (ab Sommer: 87), die Angela-Realschule einen Zuwachs von drei Schülerinnen (95). Die Realschule am Bretzelnweg, die einzige Ganztagsrealschule, verzeichnet ein Minus von fünf Schülern (54 Anmeldungen).

An der Hauptschule Burgauer Allee haben sich bislang 30 Schüler angemeldet (2014/15: 47), an der Hauptschule in Birkesdorf 22 (26). Die Zahlen würden sich noch verändern, sagt der Leiter des Dürener Schulamtes, Dirk Keimes, da abgelehnte Schüler an den Real- und Gesamtschulen womöglich den Weg auf die Hauptschulen einschlagen.

Ein Plan für die Zukunft

Derzeit in Arbeit ist ein Schulentwicklungsplan, der unter anderem Aussagen liefern soll, welche Schulformen künftig mehr und welche weniger nachgefragt werden. Dazu wurde etwa eine Elternbefragung durchgeführt. Während die „Ampel“-Koalition sich eine zusätzliche Gesamt- oder eine neue Sekundarschule vorstellen kann, will die CDU am dreigliedrigen System festhalten.

(inla)